Zwischenfall bei der Deutschen Bahn: Neue Tiefstwerte bei der Pünktlichkeit
Die Deutsche Bahn kämpft weiterhin mit erheblichen Pünktlichkeitsproblemen im Fernverkehr. Nach einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung' erreichte im vergangenen Monat nur etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge - genau 51,5 Prozent - ihr Ziel ohne größere Verzögerungen. Die Bahn bestätigte diese Zahlen und markierte damit einen neuen Tiefpunkt in der aktuellen Statistikreihe. Der bisherige Negativrekord lag bei 52,0 Prozent im November des letzten Jahres und wurde nun unterschritten.
Hauptverantwortlich für die zunehmenden Verspätungen sind zahlreiche Baustellen, die aufgrund der alternden Infrastruktur unumgänglich geworden sind. Zusätzlich erschweren technische Störungen an Oberleitungen und Weichen sowie widrige Wetterereignisse den Betrieb.
Dabei gilt ein Zug erst dann als verspätet, wenn er mehr als sechs Minuten hinter dem Fahrplan zurückliegt. Zugausfälle werden in dieser Berechnung allerdings nicht berücksichtigt, beeinflussen jedoch die sogenannte Reisendenpünktlichkeit, die den Anteil der Fahrgäste misst, die ihre Fahrt mit maximal 14 Minuten und 59 Sekunden Verspätung beenden. Für den vergangenen September lag dieser Wert bei 61,9 Prozent; aktuelle Daten für Oktober stehen noch aus.

