Zwischenbilanz bei Standortsuche für deutsches Atommüll-Endlager
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat in einer aktuellen Präsentation über den Fortschritt der Suche nach einem geeigneten Endlager für den deutschen Atommüll berichtet. Dabei wurde die Zahl der potenziellen Gebiete, die in Betracht gezogen werden, weiter eingegrenzt. Derzeit wird noch etwa 44 Prozent der Landesfläche Deutschlands als mögliches Endlager-Gebiet untersucht.
Die BGE, angesiedelt in Peine, Niedersachsen, führt umfangreiche Sicherheitsuntersuchungen durch, um die Regionen mit den besten geologischen Voraussetzungen für die unterirdische Lagerung hochradioaktiver Abfälle zu identifizieren. Ziel dieser Untersuchungen ist es, bis Ende 2027 konkrete Standortregionen für eine oberirdische Erkundung vorzuschlagen.
Allerdings liegt die endgültige Entscheidung über diese Standorte beim Gesetzgeber. Bis spätestens 2050 soll ein dauerhafter Lagerort für etwa 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Müll gefunden werden, der sich während mehr als sechs Jahrzehnten der Nutzung der Kernenergie in Deutschland angesammelt hat. Dieser Lagerstandort muss die Sicherheit der eingelagerten Materialien über einen Zeitraum von einer Million Jahren gewährleisten.
Momentan wird der deutsche Atommüll in sechzehn verschiedenen oberirdischen Zwischenlagern in mehreren Bundesländern aufbewahrt. Im April 2023 wurden die letzten deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet.

