Zurückhaltung bei Diskussion um Bundeswehreinsatz in der Ukraine
Inmitten der Diskussion über eine potenzielle Entsendung von Bundeswehrsoldaten in die Ukraine nach einem Friedensschluss hat Jens Spahn, der Fraktionschef der CDU/CSU, das Augenmerk auf eine vorsichtige Herangehensweise gelenkt. In einem Schreiben an die Unionsabgeordneten warnte Spahn davor, die Frage nach Sicherheitsgarantien als direkten Einsatz deutscher Soldaten zu verkürzen, insbesondere in der jetzigen Phase. Er ermutigte dazu, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen und betonte, dass es zahlreiche mögliche und sinnvollere Szenarien für Deutschlands Beitrag zu Sicherheitsgarantien gäbe.
Spahn hob hervor, dass ein Friedensabkommen weitreichende Konsequenzen für die gesamte europäische Sicherheitsordnung hätte, die primär durch Europäer in Zusammenarbeit mit den USA gewährleistet werden würde. Deutschland werde, so Spahn, selbstverständlich eine tragende Rolle innerhalb multilateraler Absprachen einnehmen.
Dirk Wiese von der SPD-Fraktion schloss sich dem Aufruf zur Zurückhaltung an. Gegenüber der Funke Mediengruppe erklärte er, dass die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine im Vordergrund stehe und erst bei Aussicht auf Frieden über Maßnahmen zur Sicherung dieses Friedens gesprochen werden könne. Eine Diskussion über einen möglichen Einsatz der Bundeswehr stellte sich laut Wiese derzeit nicht.

