Zukunftskonzept für die Landwirtschaft: Ampel-Koalition sucht Dialog nach Bauernprotesten
Im Angesicht landesweiter Bauernproteste und intensiver Diskussionen um die Abschaffung von Dieselprivilegien signalisiert die Ampel-Koalition Dialogbereitschaft mit der Landwirtschaft. Erste Gespräche zur Entlastung der Branche werden geführt, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Die Vize-Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch (SPD), Julia Verlinden (Grüne) und Carina Konrad (FDP) haben in einem Schreiben an die Mitglieder der Regierungskommission zur Zukunft der Landwirtschaft ihre Absicht zum Ausdruck gebracht, die Perspektiven der Landwirte stärker in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. In diesem Zusammenhang ist ein Treffen für den 21. Februar anberaumt worden, um über einen zukunftsfähigen Wandel des Agrarsektors zu beraten.
Schlüsselthemen des angekündigten Dialogs sind die Entlastung von bürokratischer Belastung, die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Fragen zu steuerlichen Regelungen. Die Fraktionen haben versprochen, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die bis zum Sommer umgesetzt werden dürften. Dies kommt einer Antwort auf die Sorge vieler Landwirte gleich, die um die finanzielle Tragbarkeit ihrer Betriebe fürchten.
Die Zukunftskommission Landwirtschaft, die sich aus Vertretern der Bauernschaft, Ernährungswirtschaft, Naturschutzorganisationen, des Handels und der Wissenschaft zusammensetzt, wurde noch von der vorherigen Bundesregierung ins Leben gerufen. Ihr kommt die Aufgabe zu, Vorschläge für eine grundlegende Neuausrichtung des Agrar- und Ernährungssystems zu erarbeiten – ein Vorhaben, das nach Ansicht der Kommission milliardenschwere Investitionen erfordern wird. Mit dem Dialog öffnet sich nun ein Fenster für die Landwirtschaft, ihre Visionen und Bedürfnisse in den Transformationsprozess einzuspeisen. (eulerpool-AFX)

