Zollstreit zwischen USA und China: Ein riskantes Spiel mit Seltenen Erden
Die aktuelle Zollpolitik der USA, besonders unter der Administration von Donald Trump, wird weithin als nachteilig für den freien Welthandel angesehen. Doch wenn es um den Konflikt mit der Volksrepublik China geht, sind die Karten anders gemischt.
China hat sich eine dominierende Position im globalen Markt der Seltenen Erden gesichert, Elemente, die für zahlreiche Schlüsselindustrien von unschätzbaren Wert sind. Dieser strategische Vorteil wird von Peking geschickt eingesetzt, um Einfluss auszuüben und als Druckmittel in internationalen Verhandlungen zu nutzen.
Gleichzeitig steht Chinas Wirtschaft vor der Herausforderung ihrer hohen Exportabhängigkeit. Hier setzt die Taktik des US-Präsidenten an: Im Austausch gegen die drohende Einstellung der Lieferung von Seltenen Erden seitens Chinas, drohen die USA mit erhöhten Handelsbarrieren für chinesische Exportgüter.
Diese harte Linie unterscheidet sich deutlich von der bisherigen europäischen Strategie der Verständigung und des Dialogs mit Peking. Obgleich keine freundschaftlichen Töne im Vorgehen der USA stecken und es wenig mit traditioneller Marktwirtschaft gemein hat, könnte dieser Ansatz durchaus durchschlagender wirken als die bisherigen Versuche der EU, durch diplomatisches Entgegenkommen Fortschritte zu erzielen.

