Zollpolitik der USA: Ein Bumerang für die eigene Wirtschaft
Aus Sicht der Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, sägen die Vereinigten Staaten mit ihrer aktuellen Zollpolitik an dem Ast, auf dem sie selbst sitzen. Die ehemalige deutsche Außenministerin unterstrich im Deutschlandfunk, dass die Vorgehensweise von US-Präsident Donald Trump „ein absoluter Schuss ins eigene wirtschaftliche Knie“ sei. Angesichts der hohen Verschuldung der USA betonte Baerbock, dass ein großes Interesse an der Förderung des internationalen Handels bestünde.
Derweil strebt Trump an, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen und setzt europäische Staaten mit der Drohung neuer Strafzölle unter Druck, sollten sie dem Plan Widerstand leisten.
Baerbock kritisierte Trumps "America first"-Politik mit den Worten, es bedeute letztlich „America alone“. Sie erinnerte daran, dass die Charta der Vereinten Nationen es erlaube, Wirtschafts- und Finanzsanktionen zu verhängen. Die europäische Union, die als der größte Binnenmarkt gilt, hätte bei gemeinschaftlichem Handeln mit anderen Nationen der Welt erhebliches Gewicht auf globaler Ebene.
Im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine äußerte Baerbock die Sorge, dass ein Erfolg Trumps in Grönland gravierende Auswirkungen auf die globale Stabilität haben könnte. Dies würde letztlich die gesamte internationale Ordnung gefährden. Mit Nachdruck appellierte die Grünen-Politikerin, dass Russland und China als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats die Verpflichtung haben, den Weltfrieden zu gewährleisten. Sollte dies missachtet werden, sei es an der Weltgemeinschaft, ihre Einigkeit deutlich zu zeigen.

