Zollkontrollen auf der Gamescom: Schlag gegen Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe
Die Gamescom, als größte Computerspielmesse der Welt, wurde zum Schauplatz intensiver Kontrollen durch den Zoll, der es auf Schwarzarbeit abgesehen hatte. Am Eröffnungstag der Messe rückten rund 60 Zollbeamte zeitgleich an, um sämtliche Zugänge und Sicherheitskräfte unter die Lupe zu nehmen, wie vom Hauptzollamt Köln bestätigt wurde. Auch innerhalb der Messehallen und auf den Freiflächen, wo weiteres Sicherheitspersonal stationiert war, fanden umfassende Überprüfungen statt.
Insgesamt wurden fast 150 Mitarbeiter verschiedener Sicherheitsunternehmen kontrolliert. Bei rund einem Drittel von ihnen ergaben sich erste Indizien für ein illegales Beschäftigungsverhältnis, da sie nicht vorschriftsmäßig bei der Sozialversicherung angemeldet wurden. Darüber hinaus zeigte sich, dass zumindest drei der beanstandeten Mitarbeiter offenbar unter Mindestlohn bezahlt wurden.
Ein weiteres alarmierendes Ergebnis der Kontrollen war die Tatsache, dass einige Mitarbeiter ihren Arbeitgeber lediglich beim Vornamen kannten und nicht genau angeben konnten, für welche Firma sie tatsächlich tätig waren. Diese Unklarheiten sind auf die komplexe Struktur von Subunternehmen in der Sicherheitsbranche zurückzuführen, wie Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamts Köln, erklärte.
Die Veranstalter der Koelnmesse zeigten sich offen gegenüber den Maßnahmen des Zolls. Eine Sprecherin der Messe betonte die Wichtigkeit der Kontrollen für die Sicherstellung der Qualität der Servicepartner, da die Messe selbst nicht über die rechtlichen Befugnisse des Zolls verfüge, solche Maßnahmen durchzuführen. Die beschuldigten Dienstleister werden nun unter die Lupe genommen, um mögliche Konsequenzen in Erwägung zu ziehen, stets mit dem Ziel, die Sicherheit der Messebesucher an höchster Stelle zu halten.

