Zinsdebatte in den USA: Kevin Warsh als potenzieller Fed-Chef im Fokus
Die Kurse der US-Staatsanleihen erlebten am Freitag einen leichten Rückgang. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, bekannt als T-Note-Future, reduzierte sich marginal um 0,08 Prozent auf 111,77 Punkte. Die Rendite für diese Anleihen wurde mit 4,25 Prozent notiert.
In diesem Spannungsfeld schlug US-Präsident Donald Trump den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh zur Nachfolge von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank vor. Diese Personalie hat bei den Marktteilnehmern Bedenken geweckt, dass mit Warsh an der Spitze keine gravierende Umkehr in der Geldpolitik zu erwarten ist. Warsh, der früher als geldpolitischer Falke bekannt war und somit höhere Zinsen befürwortete, hat jüngst seine Position verändert und sich offen für Zinssenkungen gezeigt.
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, gab zu bedenken: "Ob Warsh tatsächlich den Wunsch Trumps nach niedrigeren Zinsen erfüllen wird, bleibt fraglich." Dennoch erkennt Gitzel an, dass Warsh die Bedeutung des guten Rufs der Fed für die US-Wirtschaft wohl bewusst ist und Stabilität in den Mittelpunkt stellt.
Der Preisanstieg auf der Erzeugerebene im Dezember übertraf die Erwartungen, was eine potenzielle Auswirkung auf die Verbraucherpreise haben könnte, an denen die US-Notenbank traditionell ihre geldpolitischen Entscheidungen orientiert. Trotz dreier aufeinanderfolgender Zinssenkungen hat die Fed jedoch zuletzt keine weitere Anpassung des Leitzinses vorgenommen.

