ZF Friedrichshafen: Globale Handelsbarrieren als Herausforderung für Saarbrücker Werk
Die Ankündigung neuer US-Importzölle stellt ZF Friedrichshafen vor unklare Herausforderungen bezüglich seines Standorts in Saarbrücken und der dortigen Belegschaft von knapp 9.000 Mitarbeitenden. Eine Sprecherin des Unternehmens äußerte, dass die konkreten Auswirkungen auf das Werk derzeit nur schwer abzuschätzen sind.
Die neuen US-Zölle auf importierte Fahrzeuge und wichtige Komponenten betreffen ZF direkt, da das Unternehmen auf internationale Märkte angewiesen ist. Mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro vor Ort in South Carolina verfolgt ZF die Strategie, möglichst lokal zu produzieren und somit eine gewisse Unabhängigkeit von internationalen Handelsbarrieren zu bewahren.
Trotz dieser Maßnahmen ist sich die Unternehmensführung der negativen globalen Konsequenzen solcher Zölle bewusst. Die Hoffnung auf schnelle Handelsabkommen bleibt groß, um die negativen Effekte auf Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze abzuwenden.
Laut Sprecherin würde eine neue protektionistische Entwicklung ausschließlich Verlierer produzieren. Trotz der aktuellen Unsicherheiten bestätigte ZF bereits im Juli, dass bis zu 14.000 Arbeitsplätze an den deutschen Standorten abgebaut werden sollen. Besonders betroffen ist das Werk in Saarbrücken, wo am Jahresende rund 1.800 Stellen wegfallen werden.

