Zelenskyj bewertet Kreml-Angebot als Chance für den Frieden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das jüngste Angebot aus dem Kreml, direkte Verhandlungen wieder aufzunehmen, als positives Signal interpretiert. In sozialen Netzwerken teilte er mit: "Die Weltgemeinschaft hat geduldig darauf gewartet." Ein vorrangiger Schritt zur Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen sei jedoch das unverzügliche Aussetzen der Kampfhandlungen, wobei er unnachgiebig auf einer Waffenruhe bestand.
Selenskyj betonte die Dringlichkeit einer solchen Feuerpause und erklärte: "Es ist sinnlos, das Töten auch nur um einen Tag zu verlängern." Russland sei aufgefordert, eine umfassende, kontinuierliche und verlässliche Waffenruhe zuzusichern, die bereits am Donnerstag beginnen soll. Die Ukraine signalisiere ihre Dialogbereitschaft und hoffe auf baldige Gespräche.
Die Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe, die von der Ukraine in Kooperation mit zentralen europäischen Partnern am Wochenende artikuliert wurde, erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen. Diese Zeitspanne solle für Friedensverhandlungen genutzt werden. Bei Ablehnung drohten mögliche Sanktionen.
Russlands Präsident Wladimir Putin reagierte mit einem eigenen Vorschlag in der Nacht. Er erklärte, ab Donnerstag könnten bedingungslose direkte Gespräche mit der Ukraine beginnen, lehnte jedoch eine vorherige Waffenruhe ab.

