XTX Markets zahlt Rekordsumme an Händler – Gerko kassiert £682 Mio.
XTX Markets hat im vergangenen Jahr einen Gewinn nach Steuern von £1,3 Mrd. erzielt – ein Anstieg um 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Großteil des Ergebnisses floss direkt an Gründer Alex Gerko und die kleine Gruppe quantitativer Händler, die das Geschäft steuern.
Ausweislich der jüngsten Firmenunterlagen teilten sich Gerko und 30 Trader einen Topf von £1,28 Mrd. Gerko selbst erhielt davon £682 Mio., während seine Kollegen zusammen £597 Mio. erhielten. Gegenüber 2023 bedeutet das eine Steigerung der Ausschüttung um 71 Prozent – der höchste Wert seit Gründung des Unternehmens vor zehn Jahren.
Gerko, der rund 75 Prozent der Firma hält, gilt mittlerweile als einer der reichsten Menschen Großbritanniens und als größter Einzelsteuerzahler des Landes. Um sein Vermögen zu strukturieren, gründete der gebürtige Russe im vergangenen Jahr das Family Office Cromulon Capital.
Das Unternehmen ist mit 250 Mitarbeitern vergleichsweise klein, bewegt aber täglich Handelsvolumen von etwa $250 Mrd. und nutzt dafür mehr als 25.000 Nvidia-Chips. Die Strategie basiert darauf, mithilfe massiver Rechenleistung kleinste Kursunterschiede in Währungen, Anleihen, Aktien, Rohstoffen und Kryptowährungen auszunutzen.
Im Januar kündigte XTX an, €1 Mrd. in ein Rechenzentrum in Finnland zu investieren, um seine Rechenkapazitäten weiter auszubauen. Parallel finanziert Gerko eine neue Mathematikschule in London und engagiert sich als Investor in KI-Start-ups wie Anthropic und das autonome Fahrunternehmen Wayve.
Mit diesem Geschäftsmodell gehört XTX zu den profitabelsten Privatfirmen Großbritanniens – und stellt sich damit in eine Reihe mit Handelsgrößen wie Citadel Securities, Virtu und Jane Street.


