Xi Jinping fordert verstärkten Zusammenhalt in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit
China unterstreicht die Bedeutung einer einheitlichen Zusammenarbeit innerhalb der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), wobei Staats- und Parteichef Xi Jinping bei einem Treffen der Regierungschefs in Tianjin eindringlich für mehr Einheit plädierte. Er betonte, dass es essentiell sei, Gemeinsamkeiten zu suchen und unterschiedliche Ansichten zugunsten des gemeinsamen Ziels beiseite zu schieben. Xi Jinping legte besonderen Wert darauf, eine Mentalität des Kalten Krieges und konfrontative Blockbildungen zu vermeiden. Der chinesische Präsident forderte die Mitgliedsstaaten auf, ihrer Verantwortung für Frieden, Stabilität und wirtschaftlichen Wohlstand in der Region nachzukommen.
Als Zeichen der bisherigen Erfolge der SOZ nannte Xi die Kooperation bei der Terrorismusbekämpfung sowie den Ausbau von Investitionen in die Industrie. Mit einer kombinierten jährlichen Wirtschaftsleistung von fast 30 Billionen US-Dollar ist die SOZ ein bedeutender globaler Akteur.
Als fragiles Bündnis angesehen, wurde die SOZ vor 24 Jahren zur Bekämpfung von Terrorismus und Förderung wirtschaftlicher Zusammenarbeit ins Leben gerufen. Heute besteht sie aus zehn Mitgliedsländern, darunter Gründungsnationen wie China, Russland und Kasachstan, aber auch aus neuen Mitgliedern wie dem Iran und Belarus.
Trotz der Bestrebungen, sich als friedensstiftende Kraft in einer instabilen Welt zu positionieren, bestehen Bedenken hinsichtlich der internen Spannungen, da die geopolitischen Interessen ihrer Mitglieder auseinandergehen. So bleiben Konflikte zwischen China und Indien um Grenzgebiete oder zwischen Indien und Pakistan über regionale Sicherheitsfragen eine Herausforderung für die Einheit der Organisation.

