Worthington Steel vollzieht Übernahme von Klöckner & Co und plant Delisting
Übernahme und Delisting von Klöckner & Co
Worthington Steel hat die vollständige Übernahme von Klöckner & Co erfolgreich abgeschlossen und plant nun, das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Der US-amerikanische Stahlproduzent hat sich bereits 62 Prozent der ausstehenden Klöckner-Aktien gesichert und bietet den verbleibenden Aktionären 11 Euro pro Anteilsschein in bar an. Ein bemerkenswerter Aspekt dieses Angebots ist, dass es keinen Vollzugsbedingungen und keine Mindestannahmeschwelle unterliegt, was die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Übernahme erhöht.
Aktuell notiert die Klöckner-Aktie bei 12,48 Euro, was die Übernahmeofferte von Worthington Steel als attraktiv erscheinen lässt. Das geplante Delisting könnte potenziell die Marktliquidität der Klöckner-Aktien beeinträchtigen, was für Investoren von Bedeutung ist. Weitere Details zum Delisting-Angebot und dem zeitlichen Ablauf werden mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlagen erwartet.
Im Februar empfahl der Aufsichtsrat von Klöckner & Co seinen Aktionären, das Übernahmeangebot anzunehmen, da der Angebotspreis von 11 Euro je Aktie als "attraktiv, fair und angemessen" erachtet wurde. Diese Einschätzung könnte die unternehmerische Freiheit von Klöckner stärken, indem sie eine klare strategische Ausrichtung unter dem aktuellen Vorstand unter der Leitung von Guido Kerkhoff ermöglicht.
Es wurde zudem betont, dass keine Standortschließungen oder Entlassungen geplant sind, was für die Belegschaft und die örtliche Wirtschaft positive Signale sendet. Das Gesamtvolumen des Geschäfts wird auf etwa 2,1 Milliarden Euro geschätzt, was die Bedeutung dieser Transaktion für den Stahlmarkt unterstreicht.
Großaktionär Friedhelm Loh hat ebenfalls seinen Anteil von rund 41,5 Prozent an Worthington Steel abgetreten, was die Unterstützung für die Übernahme weiter festigt. Investoren sollten die Entwicklungen im Zusammenhang mit dieser Übernahme genau beobachten, da sie potenzielle Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Standort Deutschland haben könnten.

