Wohnungsmarkt in Deutschland vernachlässigt - Forderung nach Milliardenpaket für Sozialwohnungen
Der soziale Wohnungsbau in Deutschland wurde von den Regierungen der vergangenen Legislaturperioden sträflich vernachlässigt, wie die 'Rheinpfalz' in einem aktuellen Bericht feststellt. In den 1950er Jahren wurde der Bau von Sozialwohnungen noch aktiv vorangetrieben, doch in den letzten Jahren wurden ehemalige Sozialwohnungen an Investoren verkauft und die Mieten für bedürftige Einheimische sowie für Geflüchtete oft zu hoch angesetzt.
Angesichts der angespannten Haushaltslage sowie der sicherheits- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen mag das vom Bündnis Sozialer Wohnungsbau geforderte 50-Milliarden-Euro-Paket zum Bau neuer Sozialwohnungen als reines Wunschdenken erscheinen. Dennoch ist die Notwendigkeit für eine grundlegende Verbesserung auf dem Wohnungsmarkt unbestritten.
In den vergangenen Jahren sind die Mieten in den deutschen Großstädten rasant angestiegen, während immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Vor allem einkommensschwache Haushalte geraten immer häufiger in eine prekäre Lage. Hierbei handelt es sich jedoch nicht nur um Geflüchtete, sondern auch um Einheimische, die aufgrund der steigenden Mietpreise und knapper werdendem Wohnraum benachteiligt sind.
Daher fordert das Bündnis Sozialer Wohnungsbau ein milliardenschweres Paket zur Schaffung neuer Sozialwohnungen. Dies würde nicht nur bedürftigen Einheimischen helfen, sondern auch denjenigen, die aufgrund von Flucht und Vertreibung in Deutschland Schutz suchen. Es ist essentiell, dass die Politik diesen dringenden Bedarf erkennt und entsprechende Maßnahmen ergreift. (eulerpool-AFX)

