Wirtschaftsführer plädieren für Offenheit und Reformen in Deutschland
Inmitten der aktuellen Diskussionen über Migration und Fachkräftemangel haben sich die führenden Köpfe von prominenten deutschen Unternehmen wie Deutsche Bank, Siemens und Mercedes-Benz zu grundlegenden Reformen in der Wirtschaftspolitik bekannt. Sie betonen die Notwendigkeit einer offenen Gesellschaft und einer neuen Perspektive auf die Einwanderung von Fachkräften.
Roland Busch, der CEO von Siemens, sieht die kommende Bundestagswahl als eine potenzielle Gefahr für eine Zunahme fremdenfeindlicher Tendenzen und warnt vor einem Abdriften in Protestwahlen. Seiner Ansicht nach sind stabile demokratische Verhältnisse die Basis für wirtschaftliches Wachstum. Das Thema Zuwanderung sei komplex und erfordere eine gemeinsame Anstrengung der politischen Mitte.
Auch Olaf Källenius von Mercedes-Benz hebt hervor, dass der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften für das wirtschaftliche Wachstum unerlässlich ist und verweist auf eine notwendige Unterscheidung in der Migrationsdebatte. Der Fokus müsse auf der Gewinnung von Spitzenkräften liegen, nicht auf illegaler Immigration. In puncto Wirtschaftspolitik spricht er sich für Freihandel und den Abbau bürokratischer Hemmnisse aus, um der europäischen Industrie wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu bieten.
Christian Sewing, Vorstand der Deutschen Bank, fordert zugleich ein stärkeres Europa, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen durch den internationalen Handel und die politische Bühne in den USA. Ein harmonisierter europäischer Binnenmarkt und deregulierte Bürokratiestrukturen könnten zu einer gestärkten Position Europas führen.
Der gemeinsame Aufruf dieser Wirtschaftsgrößen erfolgt im Rahmen der Initiative "Wir stehen für Werte", einem Zusammenschluss von etwa 40 großen deutschen Unternehmen, darunter Volkswagen, BMW, BASF und Allianz. Sie setzen sich geschlossen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz ein.

