Wirtschaft in den USA überrascht mit Einkommens- und Ausgabenplus
Die jüngsten Berichte des Handelsministeriums aus Washington zeigen, dass die privaten Einkommen in den USA im August stärker gestiegen sind als erwartet. Mit einem Anstieg von 0,4 Prozent zum Vormonat übertraf die Entwicklung die Prognosen der Analysten, die im Durchschnitt nur von einem Plus von 0,3 Prozent ausgegangen waren. Auch im Bereich der Konsumausgaben setzte sich der positive Trend aus dem Juli fort, der ebenfalls einen Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnete.
Besonders bemerkenswert ist das Plus bei den privaten Konsumausgaben, das sich auf 0,6 Prozent zum Vormonat beläuft. Die Erwartungen der Volkswirte lagen hier bei 0,5 Prozent. Diese Dynamik spiegelt sich auch in der Preisentwicklung wider: Der PCE-Deflator, eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Inflation, stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was den Vorhersagen der Ökonomen entsprach.
Die Kernrate des PCE-Index, die volatile Preiskomponenten wie Energie und Lebensmittel ausklammert, blieb stabil bei 2,9 Prozent. Der PCE-Index, das bevorzugte Maß für die Preisentwicklung der US-Notenbank Federal Reserve, wird an den Finanzmärkten akribisch verfolgt. Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an und hatte auf ihrer letzten Sitzung die Leitzinsen gesenkt. Doch US-Präsident Donald Trump fordert noch drastischere Zinssenkungen von der Notenbank, um die Wirtschaft weiter zu beleben.

