Wirtschaft im Aufwind: Klingbeil startet Steuer-Booster für Unternehmen
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zieht bei Steuerentlastungen für Unternehmen alle Register. Sein ambitioniertes Vorhaben, das „Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland,“ könnte bereits am Mittwoch im Kabinett zur Entscheidung stehen.
Wesentlicher Bestandteil: verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für betrieblich genutzte Elektroautos. Bis 2029 sollen die Steuerentlastungen den Bundeshaushalt mit knapp 46 Milliarden Euro entlasten. Damit soll der Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt werden. Der Gesetzentwurf ist zwischen den beteiligten Ressorts in Abstimmung.
Parlamentarische Entscheidungen im Bundestag und Bundesrat werden nach der Sommerpause erwartet, wie SPD-Fraktionschef Matthias Miersch bestätigte. Das Ziel: noch vor der Sommerpause einige Entlastungen beschließen. Das Herzstück der Initiative ist ein „Investitions-Booster“, durch den Unternehmen bewegliche Güter wie Maschinen in den nächsten drei Jahren mit bis zu 30 Prozent steuerlich absetzen können.
Ziel dieser Maßnahme ist es, Investitionen anzukurbeln und eine langfristige Planungssicherheit für Unternehmen zu schaffen. Nach dem Auslaufen des Boosters soll die Körperschaftssteuer ab 2028 jährlich um einen Prozentpunkt gesenkt werden. Dies solle die Gesamtsteuerbelastung für Unternehmen von derzeit knapp 30 Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2032 reduzieren.
Im Fokus stehen auch Maßnahmen zur Förderung betrieblicher Elektroautos. Unternehmen, die ab dem 1. Juli neue Elektrofahrzeuge anschaffen, können 75 Prozent der Anschaffungskosten im Kaufjahr absetzen. In den Folgejahren sind gestaffelte Absetzungen möglich.
Die steuerliche Forschungsförderung wird zudem ausgeweitet, um Investitionen in Forschung und Entwicklung zu stärken. Insgesamt setzt die schwarz-rote Regierung alle Hebel in Bewegung, um der deutschen Wirtschaft durch schnelle und zielgerichtete Maßnahmen einen positiven Impuls zu geben. Kanzler Friedrich Merz hat bereits den „Turbo“ für die bevorstehenden Gesetzesvorhaben angekündigt.

