Winterchaos erschüttert deutsche Notaufnahmen
Die eisigen Temperaturen und der damit einhergehende Wintereinbruch haben in den letzten Tagen die deutschen Notaufnahmen vor immense Herausforderungen gestellt. Laut Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), stehen die Notfallstationen unter extremer Belastung. Die Mischung aus Eis und Schnee führte zu einer auffallend hohen Zahl an Fußgängerunfällen, die häufig mit kleineren Verletzungen und Brüchen einhergingen. Doch auch schwere Verkehrsunfälle auf glatten Straßen tragen zur angespannten Lage bei.
Auch wenn sich die Lage im Westen Deutschlands bereits deutlich entspannt hat, bleibt die Wettersituation im Osten und Südosten weiterhin kritisch. Hier müssen sich die Bewohner auf anhaltend gefährliche Straßenverhältnisse einrichten.
Während die Notaufnahmen stark frequentiert sind, können Arztpraxen das Patientenaufkommen bislang größtenteils bewältigen. Markus Beier, Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, erklärt, dass viele Verletzungen direkt vor Ort in den Praxen behandelt werden konnten. Nur in einigen Fällen war eine Überweisung in Kliniken erforderlich. Dennoch rechnet Beier mit einer Zunahme an Nachbehandlungen in den kommenden Tagen, da viele Patienten nach Stürzen auf eine fortlaufende Versorgung angewiesen sein werden.

