Wimbledon: Der Aufschwung der Digitalisierung und ein neues Finale
Eine Ära traditioneller Eleganz bei Wimbledon verabschiedet sich: Die berühmten Linienrichter in ihren klassischen Uniformen werden ab 2025 Geschichte sein. Der All England Club gibt bekannt, dass zukünftig künstliche Intelligenz die entscheidenden „Aus“- und „Fehler“-Rufe bei den Meisterschaften übernehmen wird.
Die Entscheidung zu dieser technologischen Innovation beruht auf umfangreichen Tests während des Turniers 2024. Somit wird die bereits bestehende Ballverfolgungs- und Linienrufer-Technologie weiter ausgebaut. Sally Bolton, Geschäftsführerin des All England Club, betont, dass die Technologie inzwischen ausgereift genug sei, um maximale Genauigkeit bei der Schiedsrichterarbeit zu gewährleisten. Dies komme den Spielern zugute, da sie nun unter Bedingungen antreten können, die sie von anderen Turnieren gewohnt sind.
In ihrer Stellungnahme hob Bolton die Bedeutung hervor, die Tradition und Innovation zu vereinen. Linienrichter hätten viele Jahrzehnte lang eine zentrale Rolle bei den Meisterschaften gespielt, und ihr Beitrag werde hoch geschätzt.
Darüber hinaus wird das Turnierformat leicht angepasst: Die Einzel-Finals der Damen und Herren werden ab sofort am zweiten Samstag beziehungsweise Sonntag um 16 Uhr Ortszeit stattfinden. Voraussetzung hierfür ist, dass zuvor die Doppel-Finals ausgetragen werden. Diese Änderung soll den Höhepunkt der Meisterschaften stärker ins Rampenlicht rücken und sicherstellen, dass die Spiele von einem maximalen weltweiten Publikum verfolgt werden können.

