Wiener Börse trotz Zinsunsicherheit stabil – UNIQA als Tagesgewinner
An der Wiener Börse zeigten sich die Marktteilnehmer am Dienstag von der gedämpften Seite, doch das konnte den ATX nicht davon abhalten, den Handelstag mit einem marginalen Anstieg von 0,17 Punkten bei 4.682,31 Zählern abzuschließen. Der ATX Prime hingegen verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,05 Prozent auf 2.337,62 Zähler. In Erwartung der Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) hielten sich viele Anleger in ganz Europa mit neuen Engagements zurück.
Die Finanzwelt rechnet mit einer fast sicheren Zinssenkung der Fed um 0,25 Prozentpunkte, während von der EZB keine solchen Schritte erwartet werden. Analysten der Helaba sehen die Wahrscheinlichkeit dieser Fed-Entscheidung bei stolzen 98 Prozent, was die Zurückhaltung unter den Anlegern bis zur finalen Bestätigung erklärt.
Im ATX selbst bewegten sich die Aktienkurse insgesamt wenig. AT&S gehörte mit einem Verlust von 1,9 Prozent zu den Verlierern des Tages, dicht gefolgt von Porr mit einem Minus von 1,7 Prozent sowie Wienerberger, deren Aktien um 1,6 Prozent nachgaben. Dagegen setzten sich UNIQA mit einem Zugewinn von 1,1 Prozent an die Spitze. Auch die Schwergewichte Erste Group, Voestalpine und OMV verbuchten Anstiege, jeweils zwischen 0,7 und 0,8 Prozent.
Abseits des ATX zeigten sich die Anleger bei Palfinger nicht so optimistisch. Trotz positiver Analystenkommentare von Berenberg Bank und Deutscher Bank bezüglich der jüngsten Quartalsergebnisse, rutschten die Aktien um 2,1 Prozent ab.
Der Wochenverlauf verspricht zusätzliche Dynamik durch die anstehenden Unternehmensberichte. So stehen am Mittwoch Ergebnisse des Öl- und Gaskonzerns OMV an, gefolgt von den Zahlen der Raiffeisen Bank International (RBI) am Donnerstag.

