Wiener Börse startet die Woche mit herben Verlusten
Die Stimmung an der Wiener Börse war zum Wochenstart alles andere als rosig. Erneute Sorgen über mögliche neue US-Zölle verunsicherten die Investoren, was zu deutlich sinkenden Kursen führte. Der Wiener Leitindex ATX verlor 2,38 Prozent und beendete den Handelstag bei 4.076,36 Punkten. Gleichzeitig fiel der breiter gefasste ATX Prime um 2,35 Prozent auf 2.048,48 Zähler.
Während die Veröffentlichung rückläufiger Inflationsdaten aus Deutschland kaum Einfluss auf den Markt hatte, bleibt die bevorstehende Ankündigung von US-Präsident Donald Trump ein Thema. Am Mittwoch wird er voraussichtlich neue Zölle gegen alle Länder bekanntgeben, wobei nach dem 2. April Möglichkeiten für Verhandlungen eröffnet werden sollen – sei es zum Abwenden oder Anpassen dieser Zölle.
Die Aktien von Raiffeisen Bank International und Andritz, die ex-Dividende gehandelt wurden, mussten dabei mit Verlusten von 7,1 Prozent beziehungsweise 8,3 Prozent besonders leiden. Auch die Titel des Bauunternehmens Porr verbuchten ein Minus von 2,6 Prozent auf 26,25 Euro, obwohl Warburg Research ihr Kursziel angehoben und die Kaufempfehlung "Buy" bestätigt hatte.
Gegen den Trend legten die Papiere der CPI Europe AG um 0,7 Prozent zu. Nachdem Mitte März die frühere Immofinanz AG erstmals unter neuem Namen eine Bilanz veröffentlicht hatte, konnte dank stabilerer Rahmenbedingungen und Neubewertungen ein Konzerngewinn von 133,5 Millionen Euro für 2024 bekannt gegeben werden. Auch Pierer Mobility verzeichnete einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent, obwohl das Unternehmen weiterhin auf die Finanzierung seiner Tochter KTM wartet, die von Bajaj bereitgestellt werden soll. Laut Berichten könnte die Transaktion in zwei Raten erfolgen.

