Wiener Börse stagniert trotz internationaler Aufhellung
Nach einem bereits durchwachsenen Vortag verzeichnete die Wiener Börse am Mittwoch einen leichten Rückgang. Der ATX sank um 0,21 Prozent auf einen Stand von 4.784,37 Punkten. Währenddessen zeigten sich die großen europäischen Märkte gegen Ende des Handelstages erholt. Diese Erholung folgte einem positiven Trend an der Wall Street, insbesondere im Technologiebereich, was für eine optimistische Stimmung sorgte.
Im Fokus der Investoren standen insbesondere die aktuellen Ergebnisse von Verbund. Der österreichische Stromversorger präsentierte seine Zahlen und verbuchte einen Rückgang des Gewinns um 12,6 Prozent, was vor allem auf ungünstige Wasserführung und die verlängerte Gewinnabschöpfung zurückzuführen war. Dies führte zu einem Kursverlust von 1,8 Prozent bei den Verbund-Aktien. Der Umsatz des Unternehmens stieg jedoch leicht um 0,7 Prozent auf 5,88 Milliarden Euro. Dennoch musste Verbund seinen Ausblick für das Gesamtjahr nach unten korrigieren.
OMV hingegen konnte zulegen, mit einem Plus von 0,5 Prozent. Die vom Emirat Abu Dhabi geführte Gesellschaft Masdar investiert signifikant in die Wassserstoffanlage des Unternehmens in Bruck an der Leitha. Mit dieser Partnerschaft soll einer der größten Elektrolyseure in Europa entstehen, einem ambitionierten Projekt für grünen Wasserstoff, wie OMV-Chef Alfred Stern verkündete.
Auch Analystenmeinungen bewegten den Markt. Deutsche Bank Research hob ihre Kursziele sowohl für AT&S als auch für Erste Group an. Trotz dieser positiven Signale konnten sich die AT&S-Aktien der negativen Stimmung im europäischen Technologiebereich nicht entziehen und verzeichneten einen Rückgang von 5,2 Prozent auf 64,70 Euro. Die Aktien haben seit Jahresbeginn dennoch beachtlich zugelegt, wobei Gewinnmitnahmen als Grund für den derzeitigen Rückgang genannt werden. Ebenfalls im Fokus stand die Erste Group, deren Aktien um 1,1 Prozent fielen, obwohl die Deutsche Bank das Kursziel optimistisch anhob und die Kaufempfehlung bestätigte.

