Wiener Börse schließt im Plus – Starke Impulse aus den USA

Die Wiener Börse konnte am Donnerstag mit einem leichten Plus aus dem Handel gehen. Der ATX stieg um 0,24 Prozent auf 5.190,20 Punkte. Währenddessen erlebten die großen europäischen Börsen und die Wall Street deutliche Kursgewinne. Grund hierfür war eine überraschend niedrige Inflationsrate in den USA, die Hoffnungen auf eine mögliche Zinssenkung durch die Federal Reserve weckte. Im Euroraum blieben die Leitzinsen nach der jüngsten Sitzung der Europäischen Zentralbank unverändert. EZB-Präsidentin Christine Lagarde ließ keine künftigen Zinsschritte erkennen, was den Märkten jedoch kaum Impulse lieferte.
Am österreichischen Aktienmarkt standen insbesondere die Erste Group, Raiffeisen Bank International und EVN im Rampenlicht. Die Erste Group erhielt die Genehmigung für ihren milliardenschweren Einstieg bei der Santander Bank Polska durch die polnische Finanzaufsichtsbehörde. Die 6,8 Milliarden Euro schwere Transaktion gilt als eine der größten in Europa und führte zu einem Kursplus von 0,8 Prozent für die Erste Group.
EVN musste für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Gewinnrückgang hinnehmen, was jedoch keine negativen Auswirkungen auf den Aktienkurs hatte, da die Titel um drei Prozent zulegten. Entscheidender war der optimistische Ausblick für das kommende Jahr, wie von Analysten hervorgehoben wurde.
In einem weiteren Rechtsstreit gegen Strabag SE ordnete das Schiedsgericht der russischen Region Kaliningrad an, Rasperia Trading 339 Millionen Euro zu zahlen. Dies führte dazu, dass die russische Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI) Rückstellungen plant. Dies belastete die RBI-Aktien, die um 2,6 Prozent fielen.
Darüber hinaus senkte die Erste Group das Rating für die Voestalpine-Aktie von "accumulate" auf "hold", hob jedoch das Kursziel. Die Aktie sank um 0,3 Prozent.
Die Aktien der Vienna Insurance Group, die am Vortag stark gestiegen waren, büßten drei Prozent ein. Dennoch haben die VIG-Papiere im laufenden Jahr einen Zuwachs von 112 Prozent erzielt. Auch im Technologiesektor gab es positive Entwicklungen: Der Leiterplattenhersteller AT&S erzielte ein Plus von 0,9 Prozent und führt mit einem Jahresplus von 146 Prozent das Prime-Market-Segment an, gefolgt von Frequentis mit 139 Prozent.

