Wenn Geralt zum Wischfinger wird: Reigns bringt den Hexer aufs Smartphone
Stell Dir vor, Du könntest über das Schicksal des legendären Geralt von Riva entscheiden – nicht mit epischen Schwertgefechten oder stundenlangen Dialogbäumen, sondern mit einer simplen Fingerbewegung. Genau dieses ungewöhnliche Spielerlebnis verspricht Reigns: The Witcher, eine völlig neuartige Verschmelzung zweier Gaming-Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ende Februar verwandelt sich das Abenteuer des Weißen Wolfs in ein kurzweiliges Wisch-Spektakel, bei dem jede Entscheidung zählt und Rittersporn höchstpersönlich die Fäden in der Hand hält.
Wenn ein Barde zur Feder greift
Was zunächst befremdlich klingen mag, entpuppt sich als geniale Idee: Nerial und Devolver Digital haben sich mit CD PROJEKT RED zusammengeschlossen, um das bewährte Spielprinzip der Reigns-Reihe ins Hexer-Universum zu katapultieren. Doch anders als in den gewaltigen Open-World-Abenteuern schlüpfst Du nicht direkt in Geralts zerrissene Lederstiefel. Vielmehr erlebst Du seine Heldentaten durch die dramatisch gefärbte Perspektive seines treuesten Gefährten – Rittersporn, dem Barden mit der blumigen Zunge und der Neigung zur künstlerischen Übertreibung. Jeder Auftrag wird zur bombastischen Ballade, jede Begegnung mit Ertrunkenen zum waghalsigen Epos. Diese narrative Verdrehung verleiht dem Ganzen eine herrlich absurde Note, die perfekt zur oft selbstironischen Atmosphäre des Hexer-Kosmos passt.
Wischen mit Konsequenzen
Das Spielprinzip bleibt dabei verblüffend unkompliziert: Links oder rechts wischen entscheidet über Aufträge, Allianzen und gefährliche Verstrickungen mit Zauberinnen, Adeligen oder missmutigen Dorfbewohnern. Doch Vorsicht – was harmlos beginnt, kann schnell in einem Schlamassel enden, der selbst einen erfahrenen Monsterjäger ins Schwitzen bringt. Zwischen den narrativen Verzweigungen lockern kampfbetonte Minispiele das Geschehen auf, bei denen Du Dich Ghulen, Aasfressern und anderen monströsen Widersachern stellst. Unterwegs triffst Du auf vertraute Gesichter wie Yennefer, Triss und Vesemir – allerdings durch Rittersporns kreative Linse betrachtet, was selbst die profanste Begegnung zu einem unvergesslichen Moment macht.
Tausende Geschichten, ein Wisch
Die wahre Stärke von Reigns: The Witcher liegt in seiner schieren Variabilität. Durch verzweigte Handlungsstränge und die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten Deiner Entscheidungen entsteht bei jedem Durchgang eine neue Version von Geralts Legende. Du erweiterst Rittersporns Liedrepertoire, verwandelst bekannte Geschichten in frische Erzählungen und formst die Saga des Weißen Wolfs nach Deinen Vorstellungen – ob als erhabenes Heldenepos oder chaotische Farce. Am 25. Februar 2026 startet dieses ungewöhnliche Abenteuer für PC und mobile Plattformen zum Preis von 5,99 Euro – ein erschwinglicher Einstieg in eine völlig neue Facette des Hexer-Universums.
Ein frischer Wind für eine Legende
Ob Du nun ein eingefleischter Witcher-Fan bist oder einfach innovative Spielkonzepte schätzt: Diese Mischung aus Swipe-Mechanik, narrativer Tiefe und bardischem Humor bietet eine erfrischende Alternative zu den üblichen Monumentalwerken. Es braucht keine Hunderte Stunden Spielzeit, um in diese Welt einzutauchen – nur einen geschickten Finger, eine Prise Entscheidungsfreude und die Bereitschaft, Geralts Geschichte aus einem völlig unerwarteten Blickwinkel zu erleben.


