Weniger Pünktlichkeit bei der Deutschen Bahn: Baustellen als Hauptgrund
Die Deutsche Bahn kämpft im April mit einer Verschlechterung der Pünktlichkeit ihrer Fernzüge, wie aktuelle Zahlen deutlich machen. Lediglich 61,9 Prozent der ICE- und IC-Verbindungen trafen pünktlich ohne größere Verzögerungen am Ziel ein. Im selben Zeitraum des Vorjahres lag dieser Wert noch bei 64,3 Prozent, wie aus den Berichten des bundeseigenen Unternehmens hervorgeht.
Der Hauptverantwortliche für die rückläufige Zuverlässigkeit sind die zahlreichen Bauarbeiten auf den Strecken, so die Bahn. Besonders über das Osterwochenende wurde intensiv gearbeitet, was die ohnehin gesteigerte Anzahl an Baustellen im Vergleich zum Vorjahr weiter ansteigen ließ.
Pünktlichkeitsstatistiken der Deutschen Bahn definieren eine Verspätung ab sechs Minuten. Zugausfälle wiederum werden nicht in diesen Zahlen erfasst, jedoch in der sogenannten Reisendenpünktlichkeit berücksichtigt. Diese ermittelt, welchen Anteil der Reisenden mit maximal 14 Minuten und 59 Sekunden Verspätung sein Ziel erreicht. Im vergangenen Monat waren dies 76 Prozent, was etwa 3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau liegt.
Die Bauarbeiten, so umfangreich sie auch erscheinen mögen, sind notwendig und Teil eines langfristigen Sanierungsprozesses. Das überalterte und stark frequentierte Schienennetz steht im Fokus umfassender Modernisierungsmaßnahmen. Besonders die Zeiten der Generalsanierungen stark befahrener Streckenbereiche sollen langfristig zur Stabilisierung und Verbesserung der Bahninfrastruktur beitragen. Dessen ungeachtet wird es noch Jahre dauern, bis die Fahrgäste von den Maßnahmen spürbare Vorteile erleben.

