Wendepunkt in der Ukraine-Politik? US-Sondergesandter Keith Kellogg besucht Kiew
Keith Kellogg, der US-Sondergesandte für die Ukraine, hat seinen Fuß in die ukrainische Hauptstadt gesetzt und wurde am Bahnhof von Andrij Jermak, dem Leiter der Präsidialverwaltung, herzlich empfangen. Dieses Treffen, das in den sozialen Netzwerken mit Bildern untermalt wurde, steht ganz im Zeichen intensiver Diskussionen über Verteidigung, Sicherheit und die fortgesetzte Zusammenarbeit zwischen den USA und der Ukraine.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hieß Kellogg ebenfalls willkommen und diskutierte mit ihm primär über Maßnahmen zur Festigung des Friedens. Im Fokus stand hierbei die Frage der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit durch den potenziellen Erhalt von Flugabwehrwaffen sowie die Perspektive einer gemeinsamen Produktion im Rüstungssektor.
Interessanterweise war diese Visite, die normalerweise aus Sicherheitsgründen im Geheimen stattgefunden hätte, von Kellogg selbst schon im Voraus angekündigt worden. Hinter hervorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass US-Präsident Donald Trump diesen diplomatischen Vorstoß in der Ukraine potenziell als Kurswechsel in der bisherigen Politik werten könnte. Trump, der bisher bekannt war für seine vermittelnde Rolle und die sparsame Waffenausgabe an Kiew, hat zuletzt einen kritischeren Ton gegenüber dem Kreml angeschlagen.
In den kommenden Tagen wird Kellogg Gelegenheit haben, sich ein detailliertes Bild der Lage vor Ort zu machen. Die nächste Woche könnte daher entscheidend sein für die Richtung, die die US-Politik im Ukraine-Konflikt unter Trump nehmen wird.

