Wende in der Luftfahrt: Bundesregierung setzt auf steuerliche Entlastungen
Die Luftfahrtindustrie zeigt sich erfreut über die jüngsten Pläne der Bundesregierung zur Senkung der Ticketsteuer. Die schwarz-rote Koalition hat angekündigt, die im Mai 2024 gestiegene Luftverkehrssteuer zum 1. Juli 2026 rückgängig zu machen – eine Entscheidung, die auf breite Zustimmung trifft.
Der Flughafenverband ADV sieht darin einen wichtigen Schritt zur Wettbewerbsstärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel bezeichnete die Maßnahme als dringend benötigtes Signal und als Beginn einer Trendwende in der Branche.
Auch die Lufthansa äußerte sich positiv. Eine Sprecherin betonte, dass mit diesen Maßnahmen die Bedeutung der globalen Marktanbindung für die Industrie anerkannt wird. Die Reduzierung der Luftverkehrsteuer sei ein entscheidender Schritt, doch es bedarf der zügigen Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Gebührenreduktion.
Bundeskanzler Friedrich Merz verdeutlichte, dass die Steuerentlastung für die Luftverkehrsindustrie in Deutschland in einer Größenordnung von etwa 350 Millionen Euro liegt. Auch bei den Flugsicherungskosten ist eine Reduzierung vorgesehen, um weitere Wettbewerbsnachteile abzubauen.
Ursprünglich wurde die Steuer 2011 eingeführt, um den Staatshaushalt zu konsolidieren. Nun plant die Regierung eine Rolle rückwärts zum Vorteil der Luftfahrtbranche.

