Weitere Militärangriffe gegen Huthi-Miliz nicht ausgeschlossen
Großbritanniens Premierminister Rishi Sunak hat am Dienstag im britischen Unterhaus weitere Militärangriffe gegen die Huthi-Miliz nicht ausgeschlossen. Obwohl noch keine Entscheidung über einen fortlaufenden Einsatz getroffen wurde, behalte sich die Regierung das Recht vor, zur eigenen Verteidigung zu handeln, so der konservative Politiker. Die jüngsten Angriffe, die von den USA und Großbritannien im Jemen durchgeführt wurden, bezeichnete Sunak als 'begrenzte Schläge als Reaktion auf wahrgenommene Bedrohungen'. Nach ersten Erkenntnissen seien die Angriffe erfolgreich gewesen und alle Ziele zerstört worden.
Gemeinsam mit weiteren Verbündeten hatten die USA und Großbritannien am Vorabend erneut Stellungen der Huthi-Miliz angegriffen. Insgesamt wurden acht Standorte der vom Iran unterstützten Gruppe attackiert. Ein unterirdisches Waffenlager, Raketensysteme und Abschussrampen standen dabei im Fokus, wie die Verbündeten in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Bereits in der Nacht zum 12. Januar hatte es eine ähnliche Militäraktion gegeben, bei der knapp 30 Stellungen der Huthi-Miliz angegriffen wurden.
Die Huthi-Miliz greift seit Beginn des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas regelmäßig Frachtschiffe mit vermeintlichen Verbindungen zu Israel an. Dem Pentagon zufolge wurden seit Mitte November mehr als 30 Schiffe attackiert. Angesichts der Gefahren weichen große Reedereien zunehmend der kürzesten Seeroute zwischen Asien und Europa, die durch das Rote Meer und den Suez-Kanal führt, aus. Dadurch ergeben sich mittlerweile erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. (eulerpool-AFX)

