Weißes Haus schlägt tägliche Strafen von $500.000 für Umgehung von Renditeverboten vor

Das Weiße Haus plant strenge regulatorische Maßnahmen, die das Anbieten von Renditen oder Zinsen auf Zahlungs-Stablecoins untersagen würden. Vorgeschlagene Durchsetzungsbestimmungen beinhalten zivilrechtliche Strafen von $500.000 pro Verstoß, um Unternehmen davon abzuhalten, Produkte zu strukturieren, die dem Yield Farming auf Stablecoin-Guthaben ähneln.
Vorschlag für Stablecoin-Renditebanken
Details aus dem dritten laufenden Treffen der Regierung mit Führungskräften der Kryptoindustrie und Bankvertretern wurden von der Journalistin Eleanor Terrett über soziale Medien geteilt. Sie berichtete, dass die jüngste Sitzung kleiner war als die der Vorwoche und Vertreter von Coinbase, Ripple und a16z sowie Handelsgruppen wie der Blockchain Association und dem Crypto Council umfasste. Einzelne Bankvertreter waren nicht anwesend; der Sektor wurde stattdessen durch Handelsverbände repräsentiert.
Während des Treffens präsentierte Patrick Witt, Executive Director des White House Crypto Council, einen Entwurfstext, der zum Hauptfokus wurde. Die Formulierungen griffen Bedenken auf, die von Finanzinstituten im letzten Dokument zu „Rendite- und Zinsverboten“ geäußert wurden, und klärten, dass etwaige Einschränkungen von Belohnungen eng gefasst sein würden.
Unter der aktuellen Ausrichtung scheint das Erzielen von Renditen auf ungenutzte Stablecoin-Guthaben ausgeschlossen zu sein, wobei die Diskussionen sich nun darauf konzentrieren, ob Unternehmen Belohnungen anbieten können, die an bestimmte Nutzeraktivitäten gebunden sind.
Ein Teilnehmer von der Kryptoseite sagte Terrett, dass die Bedenken der Banken eher durch Wettbewerbsdruck als durch Einlagenrisiken getrieben zu sein scheinen. Eine Quelle von der Bankenseite teilte mit, dass Handelsgruppen weiterhin darauf drängen, eine Studie über den Abfluss von Einlagen in den Vorschlag aufzunehmen, um zu untersuchen, wie das Wachstum von Zahlungs-Stablecoins diese Transaktionen beeinflussen könnte.
Die gleiche Person fügte hinzu, dass die vorgeschlagene Anti-Umgehungssprache der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Durchsetzungsbefugnisse verleihen würde. Diese Bestimmung umfasst zivilrechtliche Strafen von $500.000 pro Verstoß und Tag für Unternehmen, die versuchen, Beschränkungen für die Zahlung von Renditen auf ungenutzte Guthaben zu umgehen.
Fortgesetzte Diskussionen, während die Industrie nach Kompromissen sucht
Die Krypto-Journalistin sagte, dass öffentliche Erklärungen der Teilnehmer erneut als „produktiv“ und „konstruktiv“ beschrieben werden. Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, bemerkten, dass es in dieser Gesprächsrunde einen spürbaren Unterschied gab, da das Weiße Haus die Führung bei der Diskussion übernahm, anstatt Krypto-Unternehmen und Handelsgruppen der Banken das Gespräch lenken zu lassen.
Das jüngste Treffen folgt auf zwei vorherige, bei denen Beamte und Branchenvertreter darüber debattierten, ob digitale Vermögenswerte Renditen bieten dürfen, die möglichen Auswirkungen auf Bankeinlagen und breitere Bedenken hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, falls solche Beschränkungen eingeführt werden.
Banken-Handelsgruppen sollen nun ihre Mitglieder über die neuesten Entwicklungen informieren und prüfen, ob es Raum für Kompromisse gibt, um Krypto-Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Stablecoin-Belohnungen anzubieten. Eine Person sagte auch, dass ein Zeitrahmen für Fortschritte bis zum Monatsende realistisch erscheint, wobei die Verhandlungen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden sollen.

