Weißes Haus kontert Brief: Maduro der Lüge bezichtigt
Das Weiße Haus hat schwere Vorwürfe gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro erhoben, ihn der Unwahrheit in einem kürzlich versandten Brief an den US-Präsidenten Donald Trump bezichtigend. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte, dass der Brief zahlreiche Lügen enthalte und die bestehende Haltung der US-Regierung zu Venezuela unverändert sei. Maduro, dessen Regierung in Washington als illegitim angesehen wird, hatte den Brief inmitten wachsender Spannungen zwischen den beiden Staaten an Trump geschickt. In sozialen Netzwerken wurde das Schreiben durch Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez publik gemacht. In dem Brief bestreitet Maduro jedwede Verstrickung Venezuelas in den Drogenhandel und bekundete seine Bereitschaft zu einem Dialog.
Hintergrund dieser diplomatischen Verstimmungen sind jüngste US-amerikanische Militäraktionen in der Karibik sowie Vorwürfe seitens Washingtons, Maduro trage zur Verbreitung von Drogen und Gewalt in den USA bei. Die US-Regierung hatte im August eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar für Hinweise zu Maduros Verhaftung ausgesetzt. In seiner Botschaft äußerte Maduro den Wunsch, gemeinsam mit Trump die vermeintlichen Unwahrheiten aus dem Weg zu räumen, die die bilateralen Beziehungen belasteten. Er betonte zudem sein fortwährendes Bestreben nach direkter Kommunikation mit Washington, insbesondere mit dem Sondergesandten Richard Grenell. Maduro lobte Grenells Einsatz für die Beendigung von Kriegen und ermutigte zu Dialog und Verständnis, um den Frieden in Amerika zu sichern. Er führte an, dass "Fake News" maßgeblich zur Verschlechterung der Beziehungen beigetragen hätten, um letztlich einen bewaffneten Konflikt zu rechtfertigen. Unter Berufung auf UN-Daten versuchte Maduro zu verdeutlichen, dass Venezuela keine bedeutende Rolle im internationalen Drogenhandel spiele. Dies unterstrich er mit beigelegten Karten zu Drogenrouten und -produktion in der Region.

