Wegweisend und mutig: SPD formiert sich neu
Die SPD unternimmt weitreichende Anstrengungen zur Neugestaltung ihrer politischen Ausrichtung, indem sie ein neues Grundsatzprogramm ins Leben ruft, das Visionen eines starken Sozialstaats und den Alltag der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die treibenden Kräfte hinter dieser Reform, präsentieren in Berlin ihre Kerndisziplinen: die gerechte Gestaltung der digitalen Arbeitswelt, das Aufbrechen von Bildungsbarrieren und die Stärkung der Teilhabe.
Lars Klingbeil widerstand dabei jeglicher Nostalgie und rief zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer sich transformierenden Welt auf. Angesichts einer internationalen Bühne, die zunehmend von Machtinteressen dominiert wird, betonte er die Notwendigkeit einer zukunftsorientierten, friedfertigen sozialdemokratischen Politik. In Deutschland bestehe diese Herausforderung insbesondere darin, der wachsenden Ungleichheit entgegenzutreten und eine verantwortungsvolle Solidarität zu fördern.
Bärbel Bas warnte indes eindringlich davor, den Sozialstaat als Hindernis wirtschaftlichen Wachstums zu diffamieren. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen sei es unerlässlich, die Bevölkerung zu stützen. Aktuelle Ideen, wie den Abbau von Arbeitnehmerrechten zu diskutieren, nannte sie respektlos gegenüber den alltäglichen Nöten und Leistungen der Bürger. Sie plädierte dafür, die politischen Entwicklungen aus den Alltagsrealitäten der Menschen abzuleiten.
Des Weiteren lenkte Generalsekretär Tim Klüssendorf den Fokus auf bevorstehende Landtagswahlen. In Anbetracht der wachsenden Zustimmung versicherte er, dass die SPD mit neuen Impulsen und Optimismus in dieses Wahljahr gehe. Besonders in Rheinland-Pfalz, wo Alexander Schweitzer seine Position verteidigen will, setze die SPD auf ihre bewährten Strategen. Klingbeil unterstrich die Bedeutung, aus erfolgreichen Kampagnen zu lernen und näher an den Bürgern zu agieren, um die Mehrheit der Wählerschaft zu erreichen.

