Wegner pocht auf Kostenbewusstsein in der Entlastungsdebatte
Berlins oberster Regierungsbeamter, Kai Wegner, stellt klare Bedingungen für die Zustimmung seines Bundeslandes zur geplanten wirtschaftlichen Entlastung durch die Bundesregierung. Innerhalb der Berliner Koalition herrscht Einigkeit darüber, dass zukünftige Maßnahmen den Landeshaushalt möglichst schonen sollen, wie Wegner in einem Interview mit dem Handelsblatt verdeutlicht.
Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Krisensituation sind dringend Impulse erforderlich, betont der Regierende Bürgermeister. Gleichzeitig mahnt er jedoch, dass die finanziellen Belastungen für die Länder in einem tragbaren Rahmen bleiben müssen. Dies unterstreicht der CDU-Politiker mit einem Appell für strukturelle Reformen: Das Prinzip 'Wer bestellt, der bezahlt' müsse durchgesetzt werden.
Eine besondere Herausforderung stellt das Deutschlandticket dar, das zwar gut gemeint sei, jedoch sowohl den Bund als auch die Länder stark belaste. Solche Bundesinitiativen, die die Länder finanziell mittragen müssten, seien laut Wegner nicht mehr tragbar.
Im geplanten Entlastungspaket sind unter anderem bessere steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen in Maschinen, Geräte und Elektrofahrzeuge vorgesehen, zudem ist eine Senkung der Körperschaftsteuer ab dem Jahr 2028 geplant. Ein ursprünglich für den 18. Juni geplanter Bund-Länder-Gipfel unter der Leitung von Kanzler Friedrich Merz wurde verschoben; ein neuer Termin steht noch nicht fest.

