Weg mit den Stützrädern! Warum Call of Duty: Black Ops 7 die Schwierigkeitsgrade abschafft
In einer ebenso überraschenden wie kühnen Design-Entscheidung wird Call of Duty: Black Ops 7 auf die traditionellen, vom Spieler wählbaren Schwierigkeitsgrade verzichten. Wo einst „Rekrut“, „Veteran“ oder „Söldner“ über die Intensität des Gefechts entschieden, herrscht nun eine einzige, dynamische Realität. Treyarch, das renommierte Studio hinter der Saga, bricht mit einer eisernen Tradition, die seit den Anfängen der Serie als unantastbar galt. Die Absurdität, nur ein Jahr nach dem sechsten Teil einen Nachfolger zu präsentieren, wird durch diesen mutigen Schritt beinahe in den Schatten gestellt, denn er zielt auf das Herzstück der Kampagnenerfahrung ab: den kooperativen Modus für vier Spieler.
Die Philosophie der geteilten Herausforderung
Miles Leslie, der Associate Creative Director bei Treyarch, brachte es in einem Interview auf den Punkt: Die Herausforderung ist jetzt ein integraler Bestandteil des Erlebnisses. Man könne nicht mehr wie in vergangenen Titeln eine Schwierigkeit auswählen. Dieser radikale Schnitt sei notwendig, weil eine kooperative Kampagne eine fundamental andere Herangehensweise verlange. Das erklärte Ziel ist es, eine Erfahrung zu schaffen, die sich für Einzelkämpfer – die man explizit nicht vergisst und weiterhin wertschätzt – absolut stimmig anfühlt. Gleichzeitig soll die Mission aber auch für Duos, Trios oder ein komplettes Vierer-Squad die perfekte Balance aus spannungsgeladener Unterhaltung und fordernder Action bieten. Die künstliche Intelligenz und die Dichte der Gegnerwellen skalieren also intelligent mit der Anzahl der aktiven Akteure im Feld, um Frust oder Unterforderung im Keim zu ersticken.
Mehr als nur eine neue Kampagne
Diese designtechnische Neuausrichtung wirft natürlich Fragen bezüglich des Spielfortschritts auf. Da die Kampagne nun auch direkt zur Progression des Battle Pass beiträgt, bleibt abzuwarten, ob kooperative Durchläufe zusätzliche Erfahrungspunkte oder andere Vorteile gewähren werden. Für all jene, die nicht auf einen festen Freundeskreis zurückgreifen können, liefert Treyarch eine willkommene Lösung: Ein integriertes Matchmaking-System sorgt dafür, dass du jederzeit Mitstreiter für die Story-Missionen finden kannst.
Doch das ist bei Weitem nicht alles, was das prall gefüllte Inhaltspaket zu bieten hat. Abseits der Kampagne erwartet dich ein brandneuer PvE-Endgame-Modus, der Züge eines Extraction-Shooters trägt und für bis zu 32 Spieler ausgelegt ist. Ergänzt wird das Arsenal durch einen umfangreichen Multiplayer mit stattlichen 18 Karten und die von Fans heißgeliebte Rückkehr des rundenbasierten Zombie-Modus. Sogar Favoriten wie die Dead Ops Arcade feiern ein lang erwartetes Comeback. Die Veröffentlichung ist für den 14. November auf allen gängigen Plattformen geplant, von der Xbox One bis zur PlayStation 5 und dem PC. Weitere Enthüllungen, insbesondere zum Multiplayer, werden für das „Call of Duty Next“-Event im September erwartet. Es scheint, als ob der Verzicht auf eine einzige Option die Tür zu unzähligen neuen Möglichkeiten aufgestoßen hat.


