Weckruf für die Welt: Studie zeigt Verfehlen der Klimaziele auf
Eine kürzlich veröffentlichte Studie der renommierten Denkfabriken Climate Analytics und World Resources Institute (WRI) offenbart ernüchternde Zahlen: Die Bemühungen der Staaten gegen die Erderhitzung bleiben weit hinter den notwendigen Zielen zurück, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Kein einziger der Indikatoren in 45 entscheidenden Sektoren befindet sich auf dem erforderlichen Kurs, um bis 2030 die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen – dies ist das ernüchternde Ergebnis der Analyse.
Clea Schumer vom WRI, Mitautorin des Berichts 'State of Climate Action 2025', mahnt eindringlich vor der anstehenden Weltklimakonferenz in Brasilien: „Alle Systeme blinken rot. Es fehlt die Zeit für Zaudern.“ Die klimaschädlichen Subventionen für fossile Brennstoffe sind seit 2014 um jährlich 75 Milliarden US-Dollar gestiegen und betragen nun über 1,5 Billionen US-Dollar. Hinzu kommt die besorgniserregende Wiederzunahme der Abholzung von Wäldern und kaum messbare Fortschritte beim Rückgang der Kohlenutzung in der Stromerzeugung.
Der Bericht fordert ein ums Zehnfache beschleunigtes Vorgehen beim Kohleausstieg, was einer Stilllegung von 360 Kohlekraftwerken mittlerer Größe jährlich gleichkäme. Auch die Abholzung von Wäldern müsse neunmal schneller eingedämmt werden, während der Rind- und Lammfleischkonsum in Verbraucherländern signifikant zu senken sei. Bill Hare von Climate Analytics betont: „Jetzt zählt nur noch Geschwindigkeit.“
Doch es gibt Hoffnungsschimmer: Der Anteil der Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie hat sich seit 2015 mehr als verdreifacht, und Investitionen in saubere Energien überschritten erneut die in fossile Brennstoffe.

