Wechselspiel bei der Bahn: Neuer Kopf für DB InfraGo im Gespräch
Die Zukunft der deutschen Bahn-Infrastruktur könnte vor einem Wendepunkt stehen. Patrick Schnieder, Verkehrsminister und Mitglied der CDU, hat offenbar ambitionierte Pläne für die Neubesetzung der Führung der Bahn-Infrastruktursparte DB InfraGo. Der branchenerfahrene Dirk Rompf soll den Posten von Philipp Nagl übernehmen. Diese potenzielle Personalentscheidung wurde aus Kreisen der Regierung an die Deutsche Presse-Agentur herangetragen und sorgt bereits für Wirbel.
Dirk Rompf ist kein Unbekannter in der Branche: Seit 2021 lenkt er die Geschicke bei der Strategieberatung Ifok. Sein beeindruckender Lebenslauf umfasst auch eine langjährige Tätigkeit als Vorstand bei der DB Netz AG, dem Vorgänger der heutigen DB InfraGo. Doch bevor Rompf diese anspruchsvolle Aufgabe übernehmen kann, steht noch die Abstimmung des Aufsichtsrats an. Hierbei scheint sich insbesondere die Arbeitnehmerseite zögerlich zu zeigen, da Nagl trotz Herausforderungen als kompetenter Fachmann in der Szene gilt.
Philipp Nagl, bekannt für sein Engangement zur Rettung des maroden Schienennetzes, hat das sogenannte Generalsanierungskonzept ins Leben gerufen, das eine umfassende Renovierung von über 40 stark frequentierten Strecken initiierte. Sein Engagement unterstreicht seine Expertise in der Verwaltung dieser komplexen Infrastruktur. Gegen Rompf spricht laut Kritikern seine frühere Amtszeit als Netz-Chef unter dem damaligen Konzernvorstand Ronald Pofalla, während der die Infrastruktur mangels Investitionen sichtbar verfiel.
Parallel zu diesen Entwicklungen steht auch die kürzlich verkündete Ernennung von Evelyn Palla als neue Bahnchefin im Fokus, die dem Unternehmen bereits als Regionalvorständin diente. Diese strategischen Veränderungen versprechen eine herausfordernde, aber auch spannende neue Ära für die Bahn.

