Wechsel an der Spitze von Gesamtmetall: Präsident Stefan Wolf tritt vorzeitig zurück
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erlebt einen unerwarteten Führungswechsel, denn Präsident Stefan Wolf hat angekündigt, sein Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Diese Entscheidung, die vom Verband bestätigt wurde, überrascht insbesondere deshalb, weil Wolf ursprünglich bis Juni 2026 gewählt war. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, begründet der 64-Jährige seinen Rückzug mit den bevorstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie, die als „sehr herausfordernd“ gelten dürften. Wolf betont die Bedeutung einer kontinuierlichen Vorbereitung und möchte seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger die Möglichkeit geben, sich frühzeitig in die anstehenden Gespräche einzubringen. Er selbst hat die Geschicke des Verbandes seit 2020 gelenkt und hatte laut internen Kreisen keine Ambition für eine erneute Amtszeit. Interessanterweise versichert Wolf, dass das laufende Strafverfahren, in dem ihm die Schwarzbeschäftigung einer Haushaltshilfe vorgeworfen wird, keinen Einfluss auf seinen Entschluss hatte. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat bereits im Mai einen Strafbefehl beantragt. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für die Spitzenposition bei Gesamtmetall ist bislang noch nicht bekannt gegeben worden.

