Washingtons Neuer Kurs: USA stoppen verdächtigen Öltanker vor Venezuela
In einem bemerkenswerten Schritt gegen den internationalen Schwarzmarkthandel haben US-Behörden einen Öltanker vor der Küste Venezuelas aufgebracht, der laut Angaben des Weißen Hauses als Teil einer Schattenflotte bekannt ist. Diese Schiffe sollen regelmäßig illegal Öl an die iranischen Revolutionsgarden liefern. Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, gab bekannt, dass das Schiff auf einer Sanktionsliste steht und das Justizministerium bereits die Beschlagnahme desselben beantragt hat.
Interessant bleibt die Frage, weshalb Venezuela Öl nach Iran liefert, in Anbetracht dessen, dass der Iran selbst große Ölreserven besitzt. Auf die Frage, ob der Einsatz der USA in der Karibik primär gegen Drogenhandel oder wegen des Öls erfolgt sei, erklärte Leavitt, dass Präsident Donald Trump eine neue, fokussiertere Politik verfolge. Diese zielt darauf ab, die Entwicklungen in Lateinamerika, das die USA lange als ihren "Hinterhof" betrachteten, stärker zu beobachten.
Leavitt schloss weitere Aktionen gegen Öltanker nicht aus und betonte, dass die USA nicht zulassen werden, dass der Erlös aus dem illegalen Ölhandel zur Unterstützung von "Drogenterrorismus durch Schurkenstaaten" weltweit beiträgt. Die US-Küstenwache hatte den Tanker am Mittwoch in einem koordinierten Einsatz aufgebracht. Präsident Nicolás Maduro, der autoritäre Führer Venezuelas, äußerte die Vermutung, dass die USA damit vor allem das Ziel verfolgen könnten, einen Machtwechsel in Caracas herbeizuführen, insbesondere angesichts der großen venezolanischen Ölvorkommen, die vorwiegend nach China exportiert werden.

