Warren Buffett gönnt sich ein Stück vom Pizza-Pie: Berkshire kauft Domino's-Anteile
Warren Buffett, legendärer Investor und Milliardär mit Vorliebe für einfache Genüsse, hat mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway eine überraschende Akquisition getätigt. Der berühmte Fast-Food-Fan besitzt nun fast 1,28 Millionen Aktien des Pizzaketten-Riesen Domino's Pizza. Diese Investition, im Wert von fast 557 Millionen US-Dollar, wurde am Donnerstag durch die jüngste 13F-Meldung von Berkshire bekannt.
Die Investition in Domino's stellt jedoch nicht eine der größten Positionen in Berkshires umfangreichem Portfolio dar. Ganze 29 Beteiligungen übersteigen dort jeweils die Milliarden-Dollar-Marke. Auch bezüglich der Eigentümerstruktur von Domino's ist Berkshire mit einem Anteil von weniger als 4 Prozent kein dominierender Akteur.
Buffett und sein Team haben sich bisher nicht zu den genauen Beweggründen geäußert, diesen Schritt zu gehen. Dennoch dürfte die starke Markenpräsenz von Domino's, das seit über 60 Jahren für Pizza-Lieferungen in den USA steht, eine bedeutende Rolle spielen. Traditionell hat Buffett ein Faible für Marken mit starkem Wiedererkennungswert sowie für unterschätzte Unternehmen, und Domino's kann momentan nicht mit überdurchschnittlichem Aktienwachstum aufwarten – ein Plus von unter 6 Prozent im Vergleich zum fast 25-prozentigen Anstieg des S&P 500.
Doch in einer hart umkämpften Branche, in der Domino's keine Monopolstellung einnimmt, hat das Management durch solides Wachstum überzeugt. Im dritten Quartal stieg der Gesamtumsatz um fast 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Umsätze in den US-Filialen um 3 Prozent zulegten. Das internationale Wachstum fiel mit weniger als 1 Prozent jedoch schwächer aus. Die Kette expandiert aktiv im Ausland und verbessert die Umsätze bestehender Standorte.

