Warnstreiks an Schulen und Unikliniken: Auswirkungen und Hintergründe
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angestellte Lehrkräfte zu Warnstreiks aufgerufen, was heute an zahlreichen Schulen zu Unterrichtsausfällen führen könnte. Betroffen sind Einrichtungen in Gelsenkirchen, Köln, Münster sowie in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen. Der Streikaufruf richtet sich nicht nur an Lehrer, sondern umfasst auch Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter.
Eltern wird empfohlen, aktuelle Informationen der Schulen zu beachten, da diese bemüht sind, trotz der Streiks eine gewissenhafte Betreuung der Schüler sicherzustellen. Beamte im Lehrbereich sind vom Streik ausgenommen und stehen daher weiterhin zur Verfügung. Zusätzliche Herausforderungen warten auch auf Autofahrer: Aufgrund eines Verdi-Streiks in der Tunnelleitzentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW sind elf Tunnel auf Bundes- und Landesstraßen bis Mittwochnachmittag gesperrt.
In den Universitätskliniken der Region hat Verdi ebenfalls zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. An der Uniklinik Düsseldorf, wo bereits seit Dienstag gestreikt wird, müssen Patienten verschobene Aufnahmen in Kauf nehmen. Auch an den Unikliniken Essen und Aachen sind Streiks angesetzt, die die medizinischen Abläufe erheblich beeinflussen könnten. In Aachen rechnet man mit einem Ausfall von mehr als der Hälfte der geplanten Operationen.
Der Hintergrund der Streiks sind Tarifverhandlungen, bei denen Verdi für die über 920.000 Beschäftigten in den Ländern eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro mehr fordert. Die Arbeitgeberseite sah dies bislang als überzogen an, zeigt sich jedoch optimistisch, eine Einigung im Februar erzielen zu können.

