Wall Streets Bitcoin-Erwerb: Öffentliche Unternehmen kontrollieren jetzt über 1 Million BTC

Öffentlich gehandelte Unternehmen haben nun insgesamt über 1.000.000 BTC angesammelt und erreichen damit einen historischen Meilenstein in der Bitcoin-Adoption. Dieses Vermögen repräsentiert nahezu 5 % von Bitcoins festem Angebot von 21 Millionen, da die institutionelle Überzeugung in Bezug auf den Vermögenswert weiter zunimmt.
Von den Unternehmensschätzen prominenter Firmen bis hin zu Bitcoin-Mining-Firmen und ETF-Emittenten hat die Präsenz öffentlich gelisteter Unternehmen auf dem Markt in den letzten Jahren erheblich zugenommen.
Metaplanet, Mallers und mehr
Den Weg der Unternehmens-Bitcoin-Besitzer führt Strategy an, das Unternehmen, das von Michael Saylor mitbegründet wurde und im August 2020 begonnen hat, Coins zu stapeln. Heute kontrolliert Strategy 636.505 BTC, womit es unangefochtener Spitzenreiter unter den Unternehmensschätzen ist.
Der Abstand zum zweiten Platz ist enorm, da MARA Holdings 52.477 BTC besitzt und im August lediglich 705 BTC hinzugefügt hat. Trotzdem bauen neue Herausforderer schnell beachtliche Positionen auf. Zum Beispiel kommandiert Jack Mallers’ XXI bereits 43.514 BTC, während das Bitcoin Standard Treasury Company 30.021 BTC hält.
Andere gewichtige Namen umfassen Bullish, das sich 24.000 BTC gesichert hat, zusammen mit Metaplanet mit 20.000 BTC. Öffentlich gehandelte Akteure wie Riot Platforms, Trump Media & Technology Group, CleanSpark und Coinbase sind ebenfalls als zunehmend wichtige Teilnehmer in diesem schnell wachsenden Trend zur Unternehmensakkumulation aufgetaucht.
Die verborgene Krise
Die steigende Beliebtheit von Bitcoin an der Wall Street drückt ironischerweise die eigentliche Grundlage seines Netzwerks – die Miner. Während institutionelle Zuflüsse die BTC-Preise nach oben getrieben haben, hat das On-Chain-Volumen nicht Schritt gehalten, was dazu geführt hat, dass die Transaktionsgebühren laut CoinMetrics auf historische Tiefstände gesunken sind.
Dieses Ungleichgewicht ist besonders schädlich in einer Post-Halving-Umgebung, in der die Blockbelohnungen bereits gekürzt wurden und Gebühren nun weniger als 1 % der Miner-Einnahmen ausmachen.
Da die Rentabilität zunehmend allein an die Preissteigerung gebunden ist, stehen Miner vor wachsendem finanziellem Druck und sind oft gezwungen, Bestände zu liquidieren oder den Betrieb ganz einzustellen. Das Risiko geht über wirtschaftliche Aspekte hinaus, da eine reduzierte Teilnahme von Minern auch die Dezentralisierung bedroht und die Netzwerksicherheit in die Hände dominanter Pools wie Foundry und Antpool konzentrieren könnte, die bereits fast die Hälfte der gesamten Hash-Power kontrollieren.
Die Halving im Jahr 2028 wird die Belohnung auf nur noch 1,5625 BTC pro Block senken, was voraussichtlich eine noch größere Herausforderung darstellen wird. Ohne neue Anwendungen, die die Nachfrage nach Blockspace erhöhen, könnte die Sicherheit von Bitcoin geschwächt und das Narrativ des “digitalen Goldes” könnte sich von den Anreizen entfernen, die das Netzwerk sicher halten.

