Wall Street hebt Daumen: Erster Kaufempfehlungsschub für Hypotheken-Riesen
In einer bemerkenswerten Wendung erhielten die Aktien der Federal National Mortgage Association und der Federal Home Loan Mortgage Corporation, bekannt als Fannie Mae und Freddie Mac, am Donnerstag ihre erste Kaufempfehlung von der Wall Street. Die Deutsche Bank sieht angesichts der möglichen Freilassung dieser Hypotheken-Giganten aus der staatlichen Kontrolle noch erhebliches Steigerungspotential. Die Kursrallye von Fannie Mae und Freddie Mac war in diesem Jahr bereits beeindruckend: Die Aktien von Fannie Mae kletterten um mehr als 320%, während Freddie Mac um 288% zulegte. Trotz ihrer Dekotierung von der New Yorker Börse im Jahr 2010 werden diese Anteile über den OTC-Markt gehandelt, wo die Kursbewegungen oft stark schwanken.
Laut dem Analysten Mark DeVries von der Deutschen Bank bietet sich bei beiden Titeln aufgrund der bevorstehenden Kapitalmaßnahmen und des möglichen Marktaustritts ein attraktives Aufwärtspotential. Die Bank setzte Kursziele von 20 US-Dollar für Fannie Mae und 25 US-Dollar für Freddie Mac. Am Donnerstag in New York legten die Aktien von Fannie Mae um bis zu 3,7% zu, während Freddie Mac um 5,5% stiegen.
Die Trump-Administration unter der Leitung von Präsident Donald Trump erwägt, Aktien der beiden Gesellschaften in einem Angebot zu verkaufen, das noch in diesem Jahr starten könnte. Während dieser Plan von Teilen der Demokraten im Senat aufgrund von Bedenken über mögliche Auswirkungen auf die Hypothekenzinsen zurückgehalten wird, machen es die wiederholten Anläufe deutlich, die Befreiung der Unternehmen auszuarbeiten. Trotz der positiven Entwicklung betont DeVries von der Deutschen Bank jedoch die Risiken einer möglichen Verwässerung im Rahmen des Rekapitalisierungsprozesses. Er warnt, dass der Kauf der ausstehenden Stammaktien nichts für sicherheitsbedachte Investoren sei. Fannie Mae und Freddie Mac werden über den OTCQB Venture Market gehandelt, der im Vergleich zu großen Börsen geringere Anforderungen stellt.

