Wadephul warnt vor Bedrohungen der Stabilität im Indopazifik
Außenminister Johann Wadephul hat deutlich gemacht, dass die internationale Stabilität durch die jüngsten Handlungen Chinas und Nordkoreas im Indopazifik ernsthaft in Gefahr ist. Der CDU-Politiker, der sich derzeit in Yokosuka südlich von Tokio aufhält, besuchte den Stützpunkt der 7. US-Flotte und einen Stützpunkt der japanischen Marine, um die Bedeutung von starken internationalen Partnerschaften hervorzuheben. Dies sei von entscheidender Bedeutung für die Wahrung von Frieden und Sicherheit in dieser strategisch wichtigen Region. Wadephul betonte, dass Deutschland gemeinsam mit den G7-Partnern, darunter Japan und die USA, zunehmend besorgt über die Spannungen im Indopazifik sei.
Die 7. US-Flotte, als dauerhaft größer außerhalb der USA stationierter Flottenverband, spielt hierbei eine zentrale Rolle. Der Flottenstützpunkt in Yokosuka ist Heimat von mehr als 26.000 US-Soldatinnen und Soldaten und beherbergt bis zu 70 Kriegsschiffe. Besonders kritisch äußerte sich Wadephul über Chinas militärischen Aufrüstungs- und Technologietransfer. Er appellierte an Peking, den Status quo in der Straße von Taiwan nicht einseitig zu ändern und betonte die Bedeutung des UN-Gewaltverbots auch im Süd- und Ostchinesischen Meer.
Nordkorea wurde für seine provokative Rhetorik und militärischen Aktivitäten ebenfalls scharf kritisiert. Die nukleare Aufrüstung und die Unterstützung Russlands im Angriffskonflikt gegen die Ukraine tragen nach Wadephul aktiv zur Destabilisierung der Region und darüber hinaus bei. Diese Handlungen verstießen gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Auf dem Stützpunkt der 7. US-Flotte informierte sich Wadephul über die Arbeit der multinationalen Koordinierungsgruppe zur Überwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Deutschland hatte zuletzt 2024 Schiffe zur Überwachung entsendet und ist seither mit einem permanenten Verbindungsoffizier vertreten. Die Koordinierungsgruppe erschwere es Sanktionenumgehungen, so Wadephul.

