Wacker Chemie kämpft mit Umsatz- und Ergebniseinbrüchen
Wacker Chemie hat im Jahr 2025 die Herausforderungen eines schwierigen Konjunkturumfelds zu spüren bekommen. Das Unternehmen verzeichnete sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn deutliche Rückgänge. Aufgrund von Wertberichtigungen, die die Beteiligung an Siltronic sowie den 2023 übernommenen Auftragsfertiger ADL Biopharma betrafen, ergab sich ein Nettoverlust von 800 Millionen Euro im vergangenen Jahr.
Ein Jahr zuvor konnte der Konzern noch einen Überschuss von 261 Millionen Euro verzeichnen. Der Umsatzrückgang von 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro führte zu einem Einbruch des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 42 Prozent, was 430 Millionen Euro entspricht. Diese Entwicklung traf auf Markterwartungen, die beim Umsatz in etwa auf diesem Niveau lagen, beim operativen Ergebnis jedoch optimistischer waren.
Die schleppende Absatzentwicklung und die damit verbundene niedrige Anlagenauslastung belasteten das Ergebnis ebenso wie eine Rückstellung von etwa 100 Millionen Euro für das laufende Kostensenkungsprogramm. Darüber hinaus stellte das Unternehmen heraus, dass die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten in Deutschland eine zusätzliche Belastung darstellten.

