Vossloh: Ein neuer Stern am SDax-Himmel?
Nach dem furiosen Wochenauftakt, bei dem die Vossloh-Aktien um bemerkenswerte 10 Prozent zulegten, mussten sie am Dienstag ihre erste kleine Konsolidierung erleben. Trotz eines moderat höheren SDax lagen die Papiere schwächer im Markt und konnten ihren Abschlag bis zum Mittag auf lediglich 0,9 Prozent, mit einem Kurs von 77,70 Euro, reduzieren. Die anfängliche Schwäche wurde durch Gewinnmitnahmen ausgelöst, die sich allerdings im Laufe des Tages wieder normalisierten.
Der beeindruckende Kursanstieg der Vossloh-Aktien seit April um fast 46 Prozent wurde maßgeblich durch den milliardenschweren Investitionsplan der Bundesregierung in die Infrastruktur angefeuert. Analyst Stephan Bauer vom Bankhaus Metzler betont zudem die strategische Relevanz des Eisenbahnsektors für die europäische Verteidigung. Unter diesem Gesichtspunkt wurde das Kursziel von 78 auf 86 Euro angehoben.
Marc Zeck von Kepler Cheuvreux hält die Vossloh-Aktie sogar für einen sicheren Hafen in stürmischen Zeiten. Angesichts der positiven Kursentwicklung hat er sein Kursziel von 54 auf 85 Euro angepasst – ein Zeichen, dass die Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre Potenzial für eine weitere Kurssteigerung bieten. Seit Jahresbeginn gehören die Vossloh-Papiere mit einem Kursgewinn von über 80 Prozent zu den besten Performern im SDax.
Ein weiteres positives Signal kommt von Analyst Martin Comtesse von Jefferies, der sein Kursziel von 55 auf 85 Euro erhöht hat. Er begründet dies mit vielversprechenden Projekten und der bevorstehenden Übernahme des französischen Betonschwellen-Herstellers Sateba. Langfristig erwartet er, dass Vossloh von langfristigen Verträgen mit der Deutschen Bahn profitieren wird. Die kürzlich gewonnenen Projektaufträge in Ländern wie Marokko und Großbritannien könnten weitere internationale Aufträge nach sich ziehen, besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit in Infrastrukturprojekten.

