Vorsichtiger Start an den US-Börsen – Quartalsbilanzen im Rampenlicht

An den US-amerikanischen Börsen halten sich die Investoren heute eher zurück und blicken gespannt auf die Entwicklungen im Technologiesektor. Besonders der Nasdaq 100, der bereits am Vortag unter Verkaufsdruck geraten war, zeigt sich stabil, doch Anzeichen für eine Erholung sind rar. Aktuell sieht der Broker IG den Nasdaq vor Handelsbeginn leicht im Minus bei 25.310 Punkten. Gleichzeitig wird für den Dow Jones Industrial ein moderates Plus auf 49.350 Zähler prognostiziert.
Mit zunehmender Dynamik nimmt die Bilanzsaison ihren Lauf und zieht die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Die Aktie von Eli Lilly erfährt vorbörslich einen bemerkenswerten Anstieg um fast zehn Prozent, nachdem die Umsatzprognose des Unternehmens für 2026 die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Gleichzeitig gerät der dänische Wettbewerber Novo Nordisk unter Druck, da dessen Prognosen enttäuschen.
Im Halbleitersektor gibt es Bewegung: AMD-Papiere fallen vorbörslich um neun Prozent, nachdem vorsichtige Aussagen zum Geschäft mit Desktop- und Notebook-Hardware veröffentlicht wurden. Analyst Tom O'Malley von Barclays sieht darin ein Zeichen der Unsicherheit. Auch Amgen verzeichnet vorbörsliche Verluste von 1,8 Prozent, da das Unternehmen plant, die Investitionen zur Einführung eines neuen Medikaments zu erhöhen.
Im Gegensatz dazu legen die Aktien von Abbvie um ein Prozent zu, da die Gewinnprognose für 2026 die Erwartungen übertrifft. Eine positive Überraschung liefert Super Micro Computer. Ihre Umsatzprognose sorgt für Begeisterung bei den Anlegern und lässt den Aktienkurs um 8,5 Prozent steigen. Das Unternehmen plant, seinen Umsatz im laufenden Quartal um mindestens 20 Prozent zu erhöhen, was die Marktschätzungen deutlich schlägt.
Unterdessen setzt sich der Trend zu Übernahmen in der Halbleiterbranche fort. Texas Instruments hat angekündigt, den texanischen Halbleiterhersteller Silicon Labs für 7,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Diese Nachricht ließ die Aktien von Silicon Labs vorbörslich um über 50 Prozent steigen. Allerdings büßten die Papiere von Texas Instruments knapp vier Prozent ein.

