Vorsichtiger Ausblick: Zurückhaltende Rabattaktionen im kommenden Weihnachtsgeschäft
Die Suche nach den perfekten Schnäppchen für die bevorstehenden Feiertage könnte in diesem Jahr etwas anspruchsvoller ausfallen. Prognosen von Salesforce deuten darauf hin, dass Einzelhändler ihre Rabattaktionen zurückfahren werden, was zu einem Rückgang der Bestellungen mit Preisnachlass um 2% im Vergleich zum Vorjahr führen könnte. Bereits jetzt tätigen viele Händler nur noch geringe Preisreduzierungen während ihren Verkaufsaktionen, eine Strategie, an der sie wohl festhalten werden.
Während die Rabattstrategie der Einzelhändler sich anpasst, haben Käufer möglicherweise mehr Zeit, um ihre Kaufentscheidungen zu überdenken. Um Kunden frühzeitig zu gewinnen und sie nicht an die Konkurrenz zu verlieren, starten einige Händler, wie beispielsweise Amazon, ihre Verkaufsaktionen bereits im Oktober.
Angesichts drohender Tariferhöhungen planen viele Verbraucher, ihre Weihnachtseinkäufe früher zu starten. Fast 40% der Konsumenten möchten bereits im Oktober anfangen, einzukaufen, was von der Beratungsfirma Simon-Kucher ermittelt wurde.
Mit dem Beginn der Hauptweihnachtssaison im November erwarten Experten wie Shikha Jain von Simon-Kucher, dass etwa 40% des jährlichen Einzelumsatzes im vierten Quartal generiert werden. Deloitte prognostiziert, dass die Amerikaner in dieser Zeit voraussichtlich 1,6 Billionen Dollar ausgeben werden.
Die diesjährigen Rabatte könnten dem Muster des vergangenen Prime Day von Amazon folgen, bei dem mehr Artikel zu geringeren Nachlässen angeboten wurden. Laut Andrew Waber von Momentum Commerce, waren etwa 26% der Produkte im Angebot, allerdings mit durchschnittlich drei Prozentpunkten kleineren Rabatten.
Während manche Verbraucher weiterhin auf Schnäppchenjagd sind, ziehen andere in Betracht, Geschenke in Wiederverkaufsmärkten zu erwerben, wie von Salesforce berichtet wird. Dies könnte auch ein Resultat der Bemühungen von Einzelhändlern wie Ralph Lauren, Nike und Levi Strauss sein, ihre Produkte lieber zum vollen Preis zu verkaufen, anstatt größere Preisnachlässe zu gewähren, um ihre Margen zu schützen.
Die Rabattaktionen mögen zwar abnehmen, doch die durchschnittliche Transaktionsgröße bleibt laut Michael Gunther von Consumer Edge konstant erhöht, was darauf hinweist, dass die Nachfrage trotz begrenzter Preisnachlässe anhält.

