Von der Wall Street zum Roten Platz: Moskauer Börse listet BlackRock Bitcoin-Futures
Russlands Hauptbörse, die Moskauer Börse, hat mit dem Angebot von Bitcoin-Futures-Kontrakten begonnen. Dies ist einer der größten Schritte in der langsamen, aber stetigen Öffnung des Landes für Kryptowährungen.
Laut Marktinsidern basieren diese neuen Kontrakte auf dem Preis des BlackRock Bitcoin ETF, der Vermögenswerte im Wert von $ 72 Milliarden gesammelt hat.
Die Geschäfte werden in US-Dollar pro Kontrakt notiert, während die Abrechnung in russischen Rubel erfolgt. Dieses Setup ermöglicht es lokalen Händlern, von den Preisschwankungen von Bitcoin zu profitieren, ohne ausländische Krypto-Plattformen nutzen zu müssen.
Quartalskontrakte an IBIT gebunden
Diese Bitcoin-Futures werden alle drei Monate aufgelegt, wobei die erste Serie im September 2025 ausläuft. Berichten zufolge dürfen nur qualifizierte Investoren an der MOEX handeln. Dazu gehören große Banken, Fonds und andere zugelassene Finanzgruppen.
Gewöhnliche Investoren werden nicht an diesen Geschäften teilnehmen können. Die Zentralbank von Russland gab im Mai 2025 die Freigabe für solche Produkte, warnt jedoch weiterhin die meisten Unternehmen davor, sich direkt auf Krypto-Geschäfte einzulassen. Die Idee scheint zu sein, die Risiken in kontrollierter Weise von großen Akteuren handhaben zu lassen.
Lokale Abrechnungen halten das Risiko in Rubel
Die Moskauer Börse entschied, die Kontrakte in US-Dollar zu notieren. Bei der Abwicklung erfolgt jedoch alles in Rubel. Dieser Ansatz schützt Russland vor plötzlichen Schwankungen auf ausländischen Märkten.
Ein Händler kann ein Geschäft basierend auf dem Wert von Bitcoin in Dollar abschließen, aber in seiner Heimatwährung bezahlt werden. Es ist ein Setup, das Geld in Russland hält, selbst wenn es sich an ein globales Krypto-Produkt bindet.
Einige Analysten sehen dies als einen klugen Mittelweg. Es ermöglicht Russland die Teilnahme an der internationalen Kryptowährungsszene, ohne von ausländischen Plattformen abhängig zu sein.
Moscow Stock Exchange Launches #Bitcoin Futures
Contracts will only be available to qualified investors, with the futures tied to the value of the iShares Bitcoin Trust ETF, quoted in US dollars, and settled in Russian rubles. (TASS)
The launch follows Sberbank’s approval… pic.twitter.com/wMTRlK2Y0y
— RT_India (@RT_India_news) June 4, 2025
Vorsichtige Haltung der Zentralbank von Russland
Hinter den Kulissen bleibt die Zentralbank vorsichtig. Sie hat krypto-verknüpfte Derivate für qualifizierte Investoren genehmigt, aber sie hat die Tür noch nicht für alle geöffnet.
Die meisten Banken und Investmentfirmen werden angewiesen, ihre Kunden nicht in direkte Bitcoin-Geschäfte zu verwickeln. Stattdessen können sie, wenn sie qualifiziert sind, Instrumente wie diese Futures anbieten. Dies spiegelt eine abwartende Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten wider.
Die Behörden erkennen die Verlockung hoher Gewinne an, wollen jedoch auch große Verluste vermeiden. Indem sie den Zugang begrenzen, hoffen sie, Probleme einzudämmen.
Sberbanks neue Bitcoin-verknüpfte Anleihen
Währenddessen arbeitet Sberbank, die größte Bank des Landes, an einem eigenen krypto-basierten Produkt. Bald werden ausgewählte Kunden strukturierte Anleihen kaufen können, die an den Bitcoin-Preis gebunden sind.
Diese Anleihen werden ebenfalls in Rubel gehandelt und erfordern kein Krypto-Wallet. Auf diese Weise können Menschen auf Bitcoin wetten, ohne Konten auf ausländischen Seiten zu eröffnen.
Moscow Stock Exchange Launches 
