Volkswagen verabschiedet sich von Nummernsystem: Willkommen ID. Polo
Volkswagen treibt den Wandel in der Nomenklatur seiner Elektromodelle voran und kehrt zu traditionellen Namen zurück. Der erste Schritt dieser Strategie ist die Umbenennung des bislang als ID.2all bekannten Kleinwagens in ID. Polo, der 2026 auf den Markt kommen wird. Der geplante Einstiegspreis des neuen Elektro-Polos liegt bei rund 25.000 Euro und richtet sich an das Einstiegssegment der elektrischen Fahrzeuge.
Neben dem ID. Polo plant VW weitere Modelle auf derselben Plattform, darunter Fahrzeuge von Škoda und Cupra sowie eine SUV-Variante von VW selbst, deren Produktion in Spanien vorgesehen ist. 2027 soll ein weiteres, kostengünstigeres Modell mit dem vorläufigen Namen ID. Every1 folgen, mit einem Preis von etwa 20.000 Euro als Nachfolger des eingestellten VW Up.
Markenchef Thomas Schäfer hatte im Vorfeld mehrfach betont, sich von den numerischen Bezeichnungen der ID-Reihe verabschieden zu wollen, um die etablierten, vertrauten Namen zu nutzen. Schäfer unterstreicht, dass Namen wie Golf und Tiguan bereits in Vorbereitung sind, wobei der Polo nun den Auftakt macht. „Der ID. Polo ist nur der Anfang“, so Schäfer.
Der ID. Polo wird erstmals nächste Woche auf der IAA Mobility in München vorgestellt, zunächst noch in getarnter Form. Neben der Standardversion wird auch eine sportliche GTI-Variante debütieren, die den legendären Zusatz der Verbrenner-Ära übernimmt.
Am vergangenen Dienstag fand eine vorgezogene Weltpremiere für Mitarbeiter auf einer internen Veranstaltung in Wolfsburg statt, auf der Markenchef Schäfer und Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo die Enthüllung in einem fotoverbotenen Rahmen präsentierten.
Das bisherige ID-Benennungssystem war 2018 unter dem ehemaligen Konzernchef Herbert Diess eingeführt worden und umfasste Modelle wie den ID.3, ID.4, ID.5 sowie zuletzt den ID.7. Nur der ID. Buzz hatte bereits darauf verzichtet, eine Nummer im Namen zu tragen.

