Volkswagen reagiert auf neue US-Autozölle mit Hinweisschildern
Volkswagen hat vor dem Hintergrund der Einführung neuer 25-Prozent-Zölle auf importierte Fahrzeuge in den USA Maßnahmen ergriffen, die die Automobilbranche in Bewegung halten. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" plant der deutsche Automobilhersteller, seine Kunden in den Autohäusern durch entsprechende Hinweisschilder auf den Fahrzeugen über eventuell anfallende "Importgebühren" zu informieren. Der genaue Umfang dieses Aufschlags und sein Inkrafttreten bleiben bislang noch unklar.
Zusätzlich passt Volkswagen seine Logistikstrategien an die aktuelle Lage an. Die Auslieferung von Fahrzeugen aus dem mexikanischen Werk Puebla in die USA wurde vorübergehend eingefroren, wenn diese per Schiene transportiert werden sollen. Autofrachter aus Europa hingegen müssen in den Hafenanlagen verweilen, bis sich die Situation um die Zölle normalisiert hat. Fahrzeuge, die sich bereits vor der Einführung der neuen Zölle auf amerikanischem Boden befanden, sind indes von dieser Maßnahme ausgenommen.
Der US-Markt ist von entscheidender Bedeutung für Volkswagen. Im vergangenen Jahr veräußerte die Marke rund 380.000 Neuwagen in den USA, was acht Prozent des weltweiten Absatzes ausmacht. Das beliebteste Modell war der SUV Atlas, hergestellt in Volkswagens US-Werk in Chattanooga. Beachtenswert ist, dass fast zwei Drittel der in den USA verkauften Volkswagen-Modelle importiert werden, wobei der Großteil der Importe aus Mexiko stammt.

