Volkswagen beschließt Ära in Dresden und gibt Startschuss für Innovationscampus
Mit einem feierlichen Abschied läutet Volkswagen das Ende einer bemerkenswerten 24-jährigen Produktionsgeschichte in der Gläsernen Manufaktur in Dresden ein. Das letzte Fahrzeug, ein formschöner roter ID.3, bleibt als symbolisches Ausstellungsstück im Werk und ist feierlich von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern signiert worden. Über die Jahre hinweg hat sich der Standort mit der Fertigung von mehr als 165.500 Fahrzeugen einen Namen gemacht.
Die Gläserne Manufaktur wurde 2001 mit dem Produktionsstart des luxuriösen VW Phaeton ins Leben gerufen, dessen Herstellung im Jahr 2016 endete. Ein Jahr später wagte Volkswagen in Dresden mit dem e-Golf den Sprung zur Elektromobilität, bis schließlich seit 2021 ausschließlich der ID.3 vom Band lief – nun Vergangenheit, aber keineswegs ohne Einfluss.
Geradezu ein Anziehungspunkt für Prominente war das Werk: Neben dem berühmten Musiker Udo Lindenberg machten auch der beliebte Schauspieler Wolfgang Stumph und der legendäre Boxer Axel Schulz ihre Aufwartung und erstanden ihren VW Phaeton in Dresden. Sogar der Papst fuhr 2006 in einem Dresdner Phaeton durch die Straßen, und kürzlich, 2023, erhielt der Vatikan zwei ID.3.
Ab 2026 schlägt die Gläserne Manufaktur ein neues Kapitel als Standort für technologische Innovationen auf, wird aber weiterhin als Auslieferungsstätte fungieren. Gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden stellt sich Volkswagen der Zukunft. Geplant ist die Schaffung eines Innovationszentrums, das sich auf zentrale Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Mikroelektronik und Chip-Design konzentriert. Fast die Hälfte der Fläche wird die TU Dresden nutzen, während die 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Jobs vorerst behalten können – eine zukunftsweisende Transformation für alle Beteiligten.

